Mit den Marschflugkörpern wurde eine hektische Suche nach neuen Wegen und alten Ansätzen in Gang gesetzt. Doch Aktionismus ersetzt keine Strategie – und genau daran fehlt es in Syrien. Zu viele Jahre hat man verstreichen lassen, inzwischen ist die Situation viel zu verfahren, als dass sich Hoffnung auf eine Lösung verbreiten könnte.

Warum sollte Assad den Westmächten Zugeständnisse machen, wo er den Krieg quasi gewonnen hat? Den Diplomaten ist es bislang noch nicht einmal gelungen, die beteiligten Parteien in einem gemeinsamen Raum zu versammeln. Die Aussichten sind deprimierend: Dieser Krieg wird so lange dauern, bis alle Beteiligten ausgezehrt und am Ende ihrer Kräfte sind. Danach kann Assad das Land in eine Friedhofsruhe führen, in der immer wieder blutige Konflikte aufbrechen werden. Armes Syrien!