Annegret Kramp-Karrenbauer ist neue Vorsitzende der CDU - das haben die Delegierten beim Parteitag in Hamburg entschieden. Wie haben die Vertreter aus unserer Region gewählt? Wer für Kramp-Karrenbauer gestimmt hat - und wer nicht:

Kramp-Karrenbauer oder Merz: Europa-Politiker Andreas Schwab, CDU-Bezirksvorsitzender in Südbaden, macht seine Entscheidung vom Auftritt in Hamburg abhängig.
Andreas Schwab | Bild: Tesche, Sabine

Andreas Schwab, Europaabgeordneter aus Villingen-Schwenningen und Vorsitzender des CDU-Bezirks Südbaden, stimmte für Kramp-Karrenbauer. Seine Hoffnung: „Mit ihr hat die CDU die besseren Chancen bei Wahlen.“

Spricht sich für Annegret Kramp-Karrenbauer aus: Andreas Jung, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Konstanz, Fraktionsvize und Vorsitzender der Landesgruppe.
Andreas Jung | Bild: jörg peter rau

Andreas Jung, Bundestagsabgeordneter aus Konstanz und Vorsitzender der CDU-Landesgruppe im Bundestag, hat sich früh für Kramp-Karrenbauer ausgesprochen und freut sich über ihren Sieg. In Hamburg sitzt er als neuer Fraktionsvize erstmals nicht am Delegiertentisch, sondern oben auf dem Podium, wo die anderen CDU-Granden sitzen. Sein Eindruck: Die neue CDU-Chefin müsse nicht nur von der AfD, sondern auch von den Grünen Wähler zurückholen - "und sie kann das schaffen." 

Jens Spahn oder Friedrich Merz: Thorsten Frei, Bundestagsabgeordneter aus Donaueschingen, schwankt zwischen diesen beiden. Er möchte erst die Reden abwarten.
Thorsten Frei | Bild: Pressefoto Thorsten Frei

Thorsten Frei, Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Schwarzwald-Baar, hat für Merz gestimmt. Seine Forderung: „Die Partei muss sich jetzt hinter dem neuen Kurs vereinen.“

„Ich werde Friedrich Merz unterstützen“, so die klare Ankündigung von Thomas Bareiß, Bundestagsabgeordneter Zollernalb-Sigmaringen und Wirtschaftsstaatssekretär.
Thomas Bareiß | Bild: Mohssen Assanimoghaddam

Thomas Bareiß, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, kämpfte ebenfalls für Merz. Er gibt offen zu: „Ich bin enttäuscht.“ Es sei  nicht einfach, die Entscheidung des Parteitags   den enttäuschten CDU-Mitglieder zu Hause im Wahlkreis zu erklären. 

Nennt keinen Namen, will aber den Kandidaten wählen, der die beste Perspektive für die Erneuerung der CDU bietet: Felix Schreiner, Bundestagsabgeordneter aus Waldshut.
Felix Schreiner | Bild: Tobias Koch

Felix Schreiner, Bundestagsabgeordneter aus Waldshut, hat im ersten Wahlgang für Jens Spahn gestimmt, mit dem er „freundschaftlich verbunden“ sei. Und im zweiten Wahlgang? „Möchte ich nicht verraten“, sagt Schreiner und beruft sich auf das Wahlgeheimnis.

Er will sich erst entscheiden, wenn er sich mit seinen Parteifreunden im Kreisverband abgestimmt hat: Armin Schuster, Bundestagsabgeordneter aus Lörrach.
Armin Schuster | Bild: Britta Pedersen

Armin Schuster, renommierter Innenpolitiker aus Lörrach, gilt als bekennender Merz-Fan. In Hamburg wählte er trotzdem Kramp-Karrenbauer. „Sie ist den Menschen näher und sie wird Wahlen gewinnen“, sagt er zur Begründung.

„Zu 100 Prozent wähle ich Frau Kramp-Karrenbauer, denn sie kommt von unten, nicht von oben“: Gabriele Schmidt, frühere Bundestagsabgeordnete aus Ühlingen.
Gabriele Schmidt | Bild: Peter Rosa

Gabriele Schmidt, frühere Bundestagsabgeordnete aus Ühlingen-Birkendorf, hatte von Anfang an gesagt: "Ich setze auf Annegret Kramp-Karrenbauer." Dabei ist sie bei der Wahl in Hamburg geblieben. Die neue CDU-Chefin binde am besten alle Bevölkerungsgruppen ein. Zudem habe sie eine überzeugende Rede gehalten.

Hält seine Entscheidung ebenfalls noch offen: Philipp Studinger, Vorsitzender der CDU Waldshut und Leiter des Wahlkreisbüros von Felix Schreiner.
Philipp Studinger

Philipp Studinger, CDU-Vorsitzender in Waldshut, will nicht verraten, wen er gewählt hat, versichert aber: "Mit dem Ergebnis kann ich leben." Für die neue Parteivorsitzenden sei es jetzt das Wichtigste, die CDU zusammenzuhalten und das Merz-Lager einzubinden. 

„Noch keine abschließende Entscheidung getroffen“: Lothar Riebsamen, Bundestagsabgeordneter im Bodenseekreis und Delegierter des Kreisverbandes Sigmaringen.
Lothar Riebsamen | Bild: CDU

Lothar Riebsamen, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Bodensee und Delegierter des Kreisverbandes Sigmaringen, hat im ersten Wahlgang Jens Spahn gewählt, im zweiten Wahlgang Friedrich Merz. "Annegret Kramp-Karrenbauer muss die Partei jetzt zusammenführen", sagt er. 

Entweder Merz oder Kramp-Karrenbauer, „aktuell mit einem Vorteil für AKK“: Fabio Crivellari, CDU-Stadtverband Konstanz, hat sich noch nicht endgültig entschieden.
Fabio Crivellari | Bild: Hanser, Oliver

Fabio Crivellari, Delegierter aus Konstanz, hat für Kramp-Karrenbauer gestimmt. Sie habe gezeigt, dass sie alle Parteiflügel  breit integrieren könne. Zudem: "Ihre Rede war hervorragend."

Möchte sich vor der Wahl nicht äußern, sondern sich erst in Hamburg ein Bild machen: Cornelia Bambini-Adam aus Radolfzell, Delegierte des CDU-Kreisverbandes Konstanz.
Cornelia Bambini-Adam | Bild: Thomas Gröpper

Cornelia Bambini-Adam aus Radolfzell, ebenfalls vom Kreisverband Konstanz, war nach eigener Auskunft bis zuletzt zwischen Merz und Kramp-Karrenbauer hin- und hergerissen. Im Endspurt entschied sie sich für die Saarländerin. Besonders war sie von Kramp-Karrenbauers Rede beeindruckt. "Das war großartig."