Im Jubeljahr 2000 wurde die erste Pisa-Studie in Deutschland aufgeblättert. Das teure Bildungssystem erhielt von der allmächtigen OECD schlechte Noten. Rechnen, Schreiben, Lesen – alles gleichermaßen schwach. Seitdem genügt das Wort Pisa, um Lehrer und Schulminister zu Tränen zu rühren. Von den Schülern zu schweigen, über deren Köpfen hinweg die Lehrpläne zerhäckselt wurden. Deutschland – eine Insel der Legasthenie und Bildungsferne, konnte man damals meinen.

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Inzwischen ist man klüger. Nicht jedes Wort jeder frischen OECD-Untersuchung wird man auf die Goldwaage legen. Der Unterricht in diesem Land kann nicht schlecht sein, sonst wäre Deutschland wirtschaftlich niemals so erfolgreich. Die jüngste Studie aus den offenbar unerschöpflichen OECD-Rechnern steuert deshalb elegant um: Sie zeichnet ein Panorama von der Kita bis zum Start ins Berufsleben. Und siehe da: Deutschland schneidet gut ab. Denn die meisten jungen Leute finden Arbeit. Darauf kommt es an.