An einer Schule in Parkland im US-Bundesstaat Florida sind am Mittwoch tödliche Schüsse gefallen. 17 Menschen haben durch die Schüsse eines 19-Jährigen ihr Leben verloren. Mindestens ein Dutzend weitere sind zum Teil schwer verletzt worden, sagte Bezirkssheriff Scott Israel. Der junge Mann sei früher an der Schule gewesen und aus disziplinarischen Gründen der Einrichtung verwiesen worden. Genaue Gründe für die Maßnahme nannte der Sheriff nicht. Nach Krankenhausangaben werden noch 14 Menschen stationär behandelt, drei von ihnen seien im kritischen Zustand.

Der mutmaßliche Täter wurde Stunden nach der Tat gefasst, wie das Büro des Sheriffs bestätigte. Er soll sich ohne Widerstand festnehmen haben lassen.  In sozialen Netzwerken machten Bilder die Runde, auf denen ein Mann zu sehen ist, der von Polizisten in Handschellen abgeführt wird. Ob es weitere Verdächtige gibt, war zunächst unklar.

Medienberichten zufolge suchte die Polizei in Parkland - etwa 75 Kilometer nördlich der Metropole Miami - stundenlang nach dem Schützen. Einsatzkräfte mehrerer Polizeieinheiten waren im Einsatz. Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte Verletzte auf Tragen zu Krankenwagen transportierten.

Gleichzeitig verließen zahlreiche Schüler unverletzt die Schule. Sie wurden von bewaffneten Polizisten begleitet.

Augenzeugen berichteten, im Schulhaus der Highschool sei „eine Menge Blut“ zu sehen gewesen. Am Rande des weiträumig abgesperrten Areals warteten Eltern voller Sorge auf ihre Kinder. Die Schule wird von Schülern der Jahrgänge neun bis zwölf besucht, sie gilt als angesehen.

US-Präsident Donald Trump ließ sich nach Angaben des Weißen Hauses über die Lage in Florida unterrichten. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen“, hieß es in einer Stellungnahme.

Der Vorfall in Florida ist bereits das 19. Vorkommnis mit Schusswaffen an einer Schule in den USA im laufenden Jahr 2018. Erst vor drei Wochen waren in Kentucky zwei Schüler durch Kugeln ums Leben gekommen. Regierung und Parlament haben Forderungen nach einer Verschärfung von Waffengesetzen bisher stets eine Absage erteilt.