Ein dramatisches Jahr geht zu Ende. Welche Geschichten haben unsere Leser 2020 nicht mehr losgelassen? Wir haben die zwölf Geschichten gesammelt, die die Region und unsere Leser am meisten bewegt haben.

Nun geht es dem Triebwagen des Trans Europ Express an den Kragen: In Villingen wird ein Stück Geschichte demontiert

Ende Januar ging es in Villingen ans Eingemachte: Der Trans Europ Express, einst eine Luxusbahn, wurde Stück für Stück zerlegt. Die Fotos zeigen, wie der Triebwagen der alten Bundesbahn auseinandergenommen wird. Den Bahnliebhabern blutete bei diesem Anblick im Januar das Herz.

In den 60ern war er ein Traumzug, im Januar 2020 wurde der TEE dennoch in seine Einzelteile zerlegt.
In den 60ern war er ein Traumzug, im Januar 2020 wurde der TEE dennoch in seine Einzelteile zerlegt. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Die Hölle hinterm Gartenzaun existiert – zumindest in Konstanz

Ein Mann muss wegen zweifacher Beleidung vor das Amtsgericht Konstanz treten. Was so harmlos daherkommt, ist aber nur die Spitze einer haarsträubenden Geschichte über zwei Nachbarn, die scheinbar in zwei verschiedenen Welten leben. Lesen Sie hier die Erzählung einer Gerichtsverhandlung darüber, wie ein Mann einer Konstanzer Familie das Leben zur Hölle machte.

Für Außenstehende wirkt die Hölle hinter dem Gartenzaun unscheinbar. Vor Gericht hat sich im Februar jedoch ein völlig anderer Blick auf eine scheinbar friedliche Nachbarschaft eröffnet.
Für Außenstehende wirkt die Hölle hinter dem Gartenzaun unscheinbar. Vor Gericht hat sich im Februar jedoch ein völlig anderer Blick auf eine scheinbar friedliche Nachbarschaft eröffnet. | Bild: Maurizio Gambarini

Im März wird traurige Geschichte geschrieben: Die Grenze zur Schweiz ist zu

Der Zaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen, der Mitte März errichtet wurde, ist vielen im Kopf geblieben, auch wenn er nun nicht mehr steht. Das beklemmende Gefühl einer Trennung, das mulmige Gefühl der Grenzkontrollen und der permanenten Anwesenheit von Bundespolizisten sind immer noch präsent. Wir haben alles, von den ersten Vorboten der Grenzschließung bis hin zur Öffnung im Juni, übersichtlich zusammengefasst.

Die Grenzzäune zur Schweiz wurden im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie aufgebaut. Ein Anblick, an den sich die Region zum Glück nicht gewöhnen musste.
Die Grenzzäune zur Schweiz wurden im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie aufgebaut. Ein Anblick, an den sich die Region zum Glück nicht gewöhnen musste. | Bild: Scherrer, Aurelia

Corona auf der anderen Seite der Welt: Wie der gebürtige Singener in Shanghai die Pandemie erlebte

Während die Deutschen das Corona-Virus zunächst als Bagatelle abgetan haben, wurde Uwe Seefeldt mit dem Ausbruch der Pandemie direkt konfrontiert. Der gebürtige Singener lebt in Shanghai. Dem SÜDKURIER hat er berichtet, wie sich die Situation in der Millionen-Metropole angefühlt hat und mit welchen drastischen Maßnahmen dort das Virus eingedämmt wurde. Seefeldt verrät, dass bei der Krisenbewältigung zuhause frisch gebackenes Brot eine wichtige Rolle spielte und warum sich die Chinesen über Deutschland wunderten.

Der gebürtige Singener Uwe Seefeldt hat den Ausbruch der Corona-Krise in Shanghai miterlebt und berichtet, wie die Menschen dort mit der Pandemie umgehen – und was sie über Deutschland sagen.
Der gebürtige Singener Uwe Seefeldt hat den Ausbruch der Corona-Krise in Shanghai miterlebt und berichtet, wie die Menschen dort mit der Pandemie umgehen – und was sie über Deutschland sagen. | Bild: Uwe Seefeldt

Ein bedeutender Geschichtsfund bei Allensbach: Archäologen finden Skelette und Teile eines Galgens

Mitte Mai macht die Geschichte eines spektakulären Funds in Allensbach die Runde: Archäologen finden Skelette sowie Teile eines Galgens beim Ausbau der Bundesstraße 33. Es handelt sich um eine Ausgrabung von bundesweiter Bedeutung, dessen Rätsel schnell aufgeklärt werden sollten. Archäologe Jürgen Hald ist überwältigt von dem Fund und der brutalen Geschichte hinter den Überbleibseln einer Hinrichtungsstätte der Neuzeit.

Was schlummert denn da im Boden? Archäologen machen bei Allensbach eine ebenso grauenhafte wie faszinierende Entdeckung.
Was schlummert denn da im Boden? Archäologen machen bei Allensbach eine ebenso grauenhafte wie faszinierende Entdeckung. | Bild: Lukas Ondreka

Vom See aus ist die Sicht auf die abgesagte Landesgartenschau nicht verboten

Die Pandemie hat dieses Jahr fast alle Veranstaltungen unmöglich gemacht, so auch die Landesgartenschau in Überlingen. Ein Betreten des Parks war verboten. Doch unser Redakteur wollte sich das schöne Naturerlebnis nicht nehmen lassen und hat sich kurzerhand ein Boot geschnappt. Von dort aus entstanden tolle Aufnahmen, die die Vorfreude auf das Landesgartenschaujahr 2021 so richtig anfachen.

Viel näher ist man in diesem Jahr an das Gelände der Landesgartenschau in Überlingen nicht gekommen. Unser Fotograf hat sich mit dem Boot vom See aus für ein paar Schnappschüsse genähert.
Viel näher ist man in diesem Jahr an das Gelände der Landesgartenschau in Überlingen nicht gekommen. Unser Fotograf hat sich mit dem Boot vom See aus für ein paar Schnappschüsse genähert. | Bild: Hilser, Stefan

Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit ist bei Daniel Boss vorprogrammiert: Wie der voll tätowierte 38-jährige Familienvater mit Vorurteilen aufräumt

Er machte seinen Körper zum Kunstwerk: Daniel Boss ist am fast am gesamten Körper mit Tattoos übersät. Neugierige Blicke und abfällige Kommentare kann der 38-Jährige gut wegstecken. Und wenn er aufgrund seiner Tattoos für einen Zuhälter gehalten wird, amüsiert ihn das. Veraltete Klischees greifen bei dem beruflich erfolgreichen Vater nicht, für den seine Tochter und Lebensgefährtin absolute Priorität sind.

Daniel Boss (im Bild mit seiner Tochter) liebt Tätowierungen und ist sich dessen bewusst, dass die Leute ihn anstarren. Doch er macht sich nichts daraus.
Daniel Boss (im Bild mit seiner Tochter) liebt Tätowierungen und ist sich dessen bewusst, dass die Leute ihn anstarren. Doch er macht sich nichts daraus. | Bild: Daniel Boss

Ärger mit Kultsportart auf dem See: Wie die Unwissenheit mancher Stand-up-Paddler zu Unfällen führt

Die Sonne scheint, der Tag ist lang: Im Hochsommer ist Stand-up-Paddling am Bodensee eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Die Bretter kann sich jeder fast überall ausleihen – ganz ohne Führerschein oder Einführungskurs. Doch diese Unwissenheit führt auf dem Wasser zu Problemen und auch zu Unfällen. Vor allem im Sommer 2020 wurde deutlich, dass der Trendsport am Bodensee gefährliche Züge annehmen kann.

Im Sommer 2020 gehörten sie auf dem Bodensee einfach dazu. Doch auch beim SUP gibt es Regeln, die beachtet werden müssen.
Im Sommer 2020 gehörten sie auf dem Bodensee einfach dazu. Doch auch beim SUP gibt es Regeln, die beachtet werden müssen. | Bild: Felix Kästle

Das Millionenprojekt der B33 geht in die heiße Phase

Der Ausbau der wichtigsten Verkehrsader in der Region bewegt die Menschen. Im September ging das große Straßenbauprojekt B33 in die entscheidende Phase. Wir haben das, was Jahrzehnte der Planung und mehr als 400 Millionen Euro verändert haben, für Sie zusammengefasst und zeigen Ihnen, was Sie zu den Etappen des Bauprojekts wissen müssen und wie sich die Region rund um Konstanz verändert.

Die Nerven der Autofahrer wurden in diesem Jahr wieder auf die Probe gestellt. Doch was muss auf der B33-Tunnel-Baustelle noch gemacht werden? Der SÜDKURIER bietet einen Überblick über die Pläne.
Die Nerven der Autofahrer wurden in diesem Jahr wieder auf die Probe gestellt. Doch was muss auf der B33-Tunnel-Baustelle noch gemacht werden? Der SÜDKURIER bietet einen Überblick über die Pläne. | Bild: Lukas Ondreka

Die rührende Geschichte einer Reise in Corona-Zeiten: Wieso ein älteres Ehepaar eine Nacht im Auto verbringen musste

Corona hat viele verrückte und dramatische Erlebnisse bedingt. Doch eine Geschichte, die unsere Leser besonders berührt hat, ist über ein Ehepaar und das Beherbergungsverbot im Oktober: Karin und Horst Musial, beide um die 80 Jahre alt, wollten in Überlingen ins Hotel. Doch dort wurden sie abgewiesen und so mussten die Beiden eine Nacht im Auto verbringen. Decken hatten sie keine mitgenommen. Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

Karin und Horst Musial aus der Westschweiz mussten wegen des Beherbergungsverbots eine Nacht im Auto verbringen. Sie mussten sich dabei gegenseitig Wärme spenden, denn Decken hatten sie keine mitgenommen – sie planten ja eigentlich, die Nacht im Hotel zu verbringen.
Karin und Horst Musial aus der Westschweiz mussten wegen des Beherbergungsverbots eine Nacht im Auto verbringen. Sie mussten sich dabei gegenseitig Wärme spenden, denn Decken hatten sie keine mitgenommen – sie planten ja eigentlich, die Nacht im Hotel zu verbringen. | Bild: Karin Musial

Tut Sterben weh? Palliativmedizinerin Claudia Bausewein beantwortet Fragen über den Tod

Das Lebensende ist trotz Technologie und Forschung immer noch ein weitgehend ungeklärtes Mysterium. Was passiert in den letzten Momenten? Und danach? In unserer Gesellschaft über dieses Thema offen zu sprechen, ist für viele unangenehm, obwohl der Tod etwas ganz Natürliches ist. Claudia Bausewein möchte als führende Palliativmedizinerin in Deutschland dieses Thema öffentlich besser beleuchten und beantwortet deshalb unsere Fragen über das Sterben und spricht über ihre Arbeit.

Tut Sterben weh? Claudia Bausewein wünscht sich einen offeneren Umgang mit dem Thema Tod.
Tut Sterben weh? Claudia Bausewein wünscht sich einen offeneren Umgang mit dem Thema Tod. | Bild: Droemer Verlag

Die Bedingungen für die Skigebiete in Vorarlberg sind ideal – nur der Tourismus aus Deutschland bleibt aus

Für die Menschen in der Bodenseeregion ist es fast schon eine Selbstverständlichkeit. Sobald die ersten Schneeflocken gefallen sind, werden die Ski eingepackt und nach Vorarlberg gefahren. Doch im Pandemiejahr wird daraus wohl nichts. Während die Touristen auf einen Winterurlaub verzichten, nimmt die Wirtschaft in Vorarlberg jedoch gewaltigen Schaden. Wir haben nachgefragt, was das für Auswirkungen in der Region hat.

Mit Skifahren wird es erst einmal nichts – viele Skiclubs im Bodenseekreis haben ihre Kurse abgesagt. Auf unserem Bild sehen Sie die leere Piste am Golm in Vorarlberg.
Mit Skifahren wird es erst einmal nichts – viele Skiclubs im Bodenseekreis haben ihre Kurse abgesagt. Auf unserem Bild sehen Sie die leere Piste am Golm in Vorarlberg. | Bild: Mommsen, Kerstin