„Jetzt darf sie die Chance, Haushalte sowie mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe beim Strompreis spürbar zu entlasten, nicht verpassen“, sagte Untersteller laut einer Mitteilung vom Samstag in Stuttgart. Die drohende Strompreiserhöhung durch die steigende EEG-Umlage habe den Handlungsdruck erhöht. Es sei richtig und dringend, die Umlage deutlich abzusenken.

Er habe das schon länger in die Diskussion gebracht und zur Gegenfinanzierung einen CO2-Preis vorgeschlagen, sagte Untersteller. „Die Bundesregierung hat sich allerdings viel zu lange Zeit gelassen, um einzusehen, dass es klima- und energiepolitisch vernünftig ist, auf der einen Seite CO2-intensive Energieträger zu verteuern, auf der anderen Seite dafür erneuerbare Energien günstiger zu machen.“

Den Verbrauchern in Deutschland droht im kommenden Jahr ein kräftiger Anstieg der Stromkosten. Der bundesweite Durchschnittspreis für eine Kilowattstunde könnte um 7 Prozent auf 32,2 Cent hochschnellen, wenn der erwartete Anstieg der Ökostromumlage nicht verhindert wird, hat das Vergleichsportal Verivox errechnet. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden müsse in diesem Fall mit Mehrkosten von 88 Euro rechnen.

Entlastungen bei den Strompreisen könnten Teil eines milliardenschweren Konjunkturpakets sein, über das die Spitzen der schwarz-roten Koalition nach Pfingsten entscheiden wollen. Die Bundesregierung plant bisher im Zuge ihres Klimaschutzprogramms, die EEG-Umlage von 2021 an schrittweise um rund 1,5 Cent pro Kilowattstunde zu senken – im Gegenzug zu Belastungen beim Tanken und Heizen. Von 2021 an startet im Verkehr und bei Gebäuden eine CO2-Bepreisung.

(dpa)

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