In Basel haben sich trotz abgesagter Fasnacht am Montag im Morgengrauen mehrere Hundert Menschen in der Innenstadt versammelt, wie örtliche Medien berichteten. Normalerweise findet am Montag nach Aschermittwoch um 4.00 Uhr morgens der Auftakt, der traditionelle „Morgenstraich“, der dreitägige Fasnacht statt. Wegen der Corona-Pandemie war das Fest zum zweiten Mal in Folge abgesagt worden.

Die Polizei war den Medienberichten zufolge präsent, hielt sich aber zurück. Die meisten der Anwesenden hätten sich an das Trommel- und Pfeiferverbot gehalten. Normalerweise ziehen die Fasnachtsvereine (Cliquen) mit lautem Trommel- und Piccoloflötenkonzert durch die Straßen. Einige ließen Musik aus mitgebrachten Boom-Boxen erklingen. Zu den Umzügen gehören normalerweise auch große bemalte Laternen, die auf Wagen durch die Straßen gezogen werden. Einige Fasnachtsvereine hatten Laternen aus dem vergangenen Jahr auf einem Platz aufgestellt.

Einzelne Fasnachtler schauen sich in der Altstadt die aufgestellten Laternen während des Morgestraichs an. Die 72 Stunden der Basler Fasnacht beginnen am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr morgens mit dem Morgestraich. Die Drey scheenschte Daeaeg (drei schönsten Tage) wurden wegen des Coronavirus offiziell abgesagt.
Einzelne Fasnachtler schauen sich in der Altstadt die aufgestellten Laternen während des Morgestraichs an. Die 72 Stunden der Basler Fasnacht beginnen am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr morgens mit dem Morgestraich. Die Drey scheenschte Daeaeg (drei schönsten Tage) wurden wegen des Coronavirus offiziell abgesagt. | Bild: Urs Flueeler

Nach Angaben der Polizei hätten keine Bußen verhängt werden müssen, es sei ein „ruhiger Nicht-Morgestraich“ gewesen. Vor einer Woche verlief der Fasnachtstag in Einsiedeln anders: Dort hatten mehr als 1000 Menschen spontan auf den Straßen gefeiert, darunter auch ein Parlamentarier. Die Polizei hatte dort zahlreiche Bußzettel ausgestellt, weil Leute sich nicht an die Abstandsregeln hielten.

(dpa)

Das könnte Sie auch interessieren