Die Polizei in Frankfurt am Main hat am Samstag die Teilnehmer einer sogenannten Querdenken-Kundgebung sowie Gegendemonstranten mit Wasserwerfern zurückgedrängt. Die Versammlung der „Querdenker“ auf dem Rathenauplatz sei am Abend aufgelöst worden, teilte die Polizei mit. Die von der Stadt verhängten Auflagen, insbesondere der geforderte Mindestabstand sowie die Maskenpflicht, seien „trotz mehrfacher Aufforderung“ nicht eingehalten worden. Als sich die Teilnehmer der Kundgebung weigerten, den Platz zu verlassen, setzte die Polizei Wasserwerfer ein.

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Zuvor hatten Gegendemonstranten nach Angaben der Polizei den Protestzug der sogenannten Querdenker durch Frankfurt mehrfach blockiert. Da sie sich an zwei Stellen geweigert hätten, die Strecke freizugeben, sei auch gegen sie der Wasserwerfer eingesetzt worden. Es sei auch zu Angriffen auf Polizisten gekommen. Der „Querdenken“-Aufzug musste den Angaben zufolge mehrfach angehalten werden, um die Teilnehmer zur Einhaltung der Hygieneauflagen aufzurufen. Auch in mehreren anderen Städten waren für das Wochenende „Querdenken“-Kundgebungen geplant.

Polizisten halten einen Mann mit Mund-Nase-Bedeckung bei einer Gegendemonstration zu der „Querdenken“-Demonstration unter dem Motto „Kein Lockdown für Bembeltown!“ fest.
Polizisten halten einen Mann mit Mund-Nase-Bedeckung bei einer Gegendemonstration zu der „Querdenken“-Demonstration unter dem Motto „Kein Lockdown für Bembeltown!“ fest. | Bild: Boris Roessler/dpa

Am vergangenen Samstag war in der Leipziger Innenstadt eine Demonstration der „Querdenken“-Bewegung gegen die Corona-Restriktionen eskaliert. Bei der Versammlung mit rund 20.000 Teilnehmern gab es zahlreiche Verstöße gegen die Auflagen zum Infektionsschutz. Darüber hinaus kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, nachdem die Polizei die Demonstration wegen der Verstöße gegen die Corona-Regeln vorzeitig aufgelöst hatte.

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(afp)

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