Klimaaktivisten haben am frühen Samstagmorgen Teile des Mannheimer Steinkohlekraftwerks besetzt. Es hätten sich fünf bis sechs Menschen Zugang zum Gelände verschafft, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Die Aktivisten befinden sich demnach auf dem Dach einer Kohleförderanlage. Das Förderband des Kraftwerkblocks sei gestoppt worden.

Betrieb wurde immer wieder kritisiert

Aktivisten hatten den Betrieb des Meilers immer wieder kritisiert und das Großkraftwerk als „Klimakiller“ bezeichnet. Vor einem Jahr waren etwa 100 Menschen in das Areal des Kraftwerks eingedrungen. Damals blockierten sie die Zufahrt und ein Förderband.

Demonstranten haben auf dem Förderband des Großkraftwerks ein Transparent mit der Aufschrift “Noch 20 Jahre eure Profite statt unsere Zukunft – Kohleaustieg jetzt!“. Vor dem Steinkohlekraftwerk in Mannheim und auf dem Betriebsgelände protestieren seit dem frühen Samstagmorgen dutzende Demonstranten gegen den CO2-Ausstoß der Anlage.
Demonstranten haben auf dem Förderband des Großkraftwerks ein Transparent mit der Aufschrift “Noch 20 Jahre eure Profite statt unsere Zukunft – Kohleaustieg jetzt!“. Vor dem Steinkohlekraftwerk in Mannheim und auf dem Betriebsgelände protestieren seit dem frühen Samstagmorgen dutzende Demonstranten gegen den CO2-Ausstoß der Anlage. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Betreiber des Kraftwerks sind die drei Energiekonzerne RWE (Essen), EnBW (Karlsruhe) und MVV (Mannheim). 2015 ging der 1,2 Milliarden teure Block 9 ans Netz. Er hat eine Leistung von knapp 2150 Megawatt.

Auch Heizkraftwerk in Berlin besetzt

In Berlin besetzten ebenfalls am Samstagmorgen rund 20 Aktivisten ein Heizkraftwerk, um für einen schnelleren Kohleausstieg zu demonstrieren. Mehrere von ihnen befanden sich auf den Türmen des Kraftwerks in Moabit. Sie hatten ein Transparent mit der Aufschrift „Wer uns räumt, ist für Kohle!“ entrollt.

(dpa)

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