Trotz des abgesagten Christopher Street Days (CSD) in der Hauptstadt am 25. Juli ist am Samstagmittag in Berlin ein Demonstrationszug von Hunderten Schwulen, Lesben und Transsexuellen gestartet. Unter dem Motto „Pride Berlin: Save our Community, Save our Pride“ wurden mehr als 1000 Teilnehmer erwartet. Sie wollten vom Nollendorfplatz im Stadtteil Schöneberg über den Potsdamer Platz zum Alexanderplatz ziehen. Die offizielle CSD-Parade mit Zehntausenden Demonstranten, diversen Partywagen und Hunderttausenden Zuschauern war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Bevor sich die Demo in Marsch setzte, mahnten die Veranstalter, die Corona-Auflagen wie das Abstandsgebot von eineinhalb Metern und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu beachten. Im Großen und Ganzen beherzigten die Teilnehmer den Appell. Einige führten Regenbogenfahnen mit sich, und auf einem Transparent war zu lesen: „No freedom until we are all equal“ (Keine Freiheit, bis wir alle gleich sind).

Pride Demonstration in New York City.
Pride Demonstration in New York City. | Bild: STEPHANIE KEITH/AFP

„Save our community, save our pride. Stoppt sexuelle Apartheid“, forderten die Pride-Organisatoren per Facebook im Internet. Im Mittelpunkt der Forderungen steht demnach die Situation der Schwulen, Lesben und Transsexuellen in Polen, Russland und der Ukraine sowie „die dramatische Lage der Berliner Szene/Community“.

Mit den Christopher Street Days wird jedes Jahr an Ereignisse Ende Juni 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals in Manhattan die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street und lösten einen mehrtägigen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

(dpa)

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