Bei einem schweren Bahnunfall in Norditalien sind zwei Lokführer ums Leben gekommen, als die Lok eines Hochgeschwindigkeitszuges vom Rest des Fahrzeugs abriss. Außerdem wurden 31 Menschen verletzt, so die Behörden.

Nach ersten Ermittlungen entgleiste auf der Strecke zwischen Mailand und Bologna gegen 05.30 Uhr zunächst der Triebwagen. Ein weiterer Waggon sprang aus den Gleisen und kippte um. An der Unfallstelle in der Nähe von Casal Pusterlengo südöstlich von Mailand lagen Trümmer weit verstreut. Helfer sagten, es hätte noch viel schlimmer ausgehen können, wenn mehr Reisende im Zug gesessen hätten. Die Strecke ist eine viel genutzte Verbindung in Richtung Süden. Laut dem Präfekt der Provinz Lodi, Marcello Cardona, waren aber nur etwas mehr als 30 Menschen an Bord. Der Unglückszug fuhr nach Agenturangaben mit etwa 290 Kilometern pro Stunde auf gerader Strecke.

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Warum sich der Triebwagen vom restlichen Zug löste, blieb bis zum Nachmittag unklar. Er sei danach gegen ein Objekt auf einem anderen Gleis gestoßen, in ein Bahn-Gebäude gerast und danach liegen geblieben. Die restlichen Wagen seien alleine weitergefahren, bis der erste Waggon entgleiste, umkippte und ebenfalls liegen blieb.

Die Trümmer des verunfallten Hochgeschwindigkeitszugs liegen am Unglücksort neben den Gleisen weit verstreut.
Die Trümmer des verunfallten Hochgeschwindigkeitszugs liegen am Unglücksort neben den Gleisen weit verstreut. | Bild: Marco Passaro via www.imago-images.de

Staatsanwaltschaft und Polizei in der Lombardei nahmen Untersuchungen zur Unfallursache auf. Es gab Berichte, dass möglicherweise Bauarbeiten in der Unfallzone oder Weichen-Fehler etwas mit dem Unglück zu tun haben könnten. Präfekt Marcello Cardona und andere Verantwortliche sagten jedoch, es sei zu früh für jede Aussage zur Ursache. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Laut den Behörden befindet sich niemand in Lebensgefahr. Mehrere Betroffene konnten die Hospitäler noch am selben Tag verlassen.