• Kleiner Waffenschein: Den Kleinen Waffenschein braucht es für das Führen von Waffen wie Schreckschuss- oder Reizstoffwaffen. Führen bedeutet nach dem deutschen Waffenrecht: Die Nutzung außerhalb der eigenen Wohnung, der eigenen Geschäftsräume, des eigenen Grundstücks oder einer Schießstätte. Trotzdem gilt: Inhaber dürfen außerhalb von Schießstätten nicht mit der Waffe schießen.
  • Waffenbesitzkarte: Der Waffenschein berechtigt nur zum Führen der Waffe, nicht aber zum Besitz. Wer Waffen in der Öffentlichkeit führen will, benötigt daher beides: Waffenbesitzkarte und Waffenschein. Die Waffenbesitzkarte dient zur Registrierung der Waffe bei der zuständigen Behörde. Auch für die Munition der Schusswaffen wird eine Erlaubnis benötigt.
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  • Großer Waffenschein: Der Große Waffenschein ist für alle erlaubnispflichtigen Waffen wie scharfe Schusswaffen zwingend vorzulegen, wenn diese in der Öffentlichkeit geführt werden sollen. Der Waffenschein wird fast ausschließlich an Bewachungs- und Werttransportunternehmen erteilt. Darüber hinaus ist es einigen Berufsgruppen wie Polizisten oder Zollbeamten erlaubt, in der Öffentlichkeit Waffen zu führen.
  • Antrag für Waffenschein: Erteilungsvoraussetzungen für einen Kleinen Waffenschein sind außer der Volljährigkeit die Zuverlässigkeit und persönliche Eignung. Diese ist zum Beispiel nicht gegeben, wenn Vorstrafen vorliegen. Für einen Großen Waffenschein braucht der Antragsteller zusätzlich die Sachkunde, ein Bedürfnis und eine Haftpflichtversicherung in Höhe von einer Million Euro.
  • Aufbewahrung und Transport: Waffen sind ungeladen aufzubewahren und zu transportieren. Sie dürfen auch ohne Waffenschein von einem zum anderen Ort befördert werden, sofern die Waffen weder schuss- noch zugriffsbereit sind, sich also in einem geschlossenen Behälter befinden.
  • Sportschützen: Für Sportschützen in einem Schützenverein wird ein Waffenschein üblicherweise nicht erteilt. Sie dürfen Waffen transportieren, jedoch nicht führen. Am Schießstand kann auch ohne Schein geschossen werden.
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  • Schreckschuss-, Signal- und Reizstoffwaffen: Der Transport sowie der reine Erwerb und Besitz ist ab 18 erlaubt. Für das Führen dieser Waffen ist aber ein Kleiner Waffenschein erforderlich. Bei den sogenannten Schreckschusspistolen wird mit Knall- und Reizstoffkartuschen geschossen. Nur mit Siegel der Physikalisch Technischen Bundesanstalt und der Angabe des Kalibers auf dem Verschluss darf eine Schreckschusswaffe frei erworben werden. Ansonsten gilt die Waffe als „scharf“, somit ist eine Waffenbesitzkarte nötig.
  • Luftgewehre und -pistolen: Luftdruckwaffen, Federdruckwaffen und CO2-Waffen sind ab 18 Jahren erhältlich. Dafür darf die Bewegungsenergie nicht über 7,5 Joule liegen. Zum Führen in der Öffentlichkeit ist ein Waffenschein notwendig. Luftgewehre und -pistolen, insbesondere Druckluftwaffen und Federdruckwaffen, werden heute in erster Linie als Sportgeräte verwendet. Bei den Soft-Air-Waffen werden kleine Plastikkugeln durch Federkraft oder komprimierte Gase abgeschossen. Bei geringer Bewegungsenergie sind die Waffen vom Waffengesetz ausgenommen, bei Waffen mit mehr Power sind diese erst ab 18 Jahren erhältlich. Für die Nutzung einiger Soft-Air-Waffen wird eine Waffenbesitzkarte benötigt. (ww)

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