Die Bürger von Lustenau im Rheintal in Österreich dürfen über eine mögliche Ansiedelung des schwedischen Möbelhauses Ikea abstimmen.

Das Ergebnis der Volksabstimmung der rund 16 500 Einwohner der vorarlberger Gemeinde ist bindend, wie Bürgermeister Kurt Fischer am Dienstag sagte. Die Gegner der Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“, die die Abstimmung mit rund 3200 Unterschriften auf den Weg brachten, befürchten noch mehr Autoverkehr in der bereits vielbefahrenen Umgebung durch die Filiale. Aktuell seien täglich rund 24 500 Autos am beabsichtigen Ikea-Standort unterwegs. Mit der Ansiedelung kämen nach Schätzungen noch einmal rund 3800 Fahrzeuge pro Tag hinzu, viele aus den nahen Nachbarländern Schweiz und Deutschland. 
 

Ein „Ja“ der Bevölkerung am 27. Mai bedeute aber nicht automatisch, dass sich Ikea in Lustenau niederlassen dürfe. Sowohl die Gemeinde als auch das Möbelhaus könnten nach Angaben der Gemeinde noch wegen anderer Gründe vom Kaufvertrag zurücktreten. Mit geplanten 240 Beschäftigten würde Ikea einer der größten Arbeitgeber in der Region werden.