• Von der Innenstadt in den Naturpark: Keine Standseilbahn ist so schön und vielfältig wie die Hungerburgbahn in Innsbruck nach Plänen der Architektin Zaha Hadid. Die geschwungenen Dächer der Bahnstationen erinnern in Form und Farbe an fließende Gletscherzungen und Moränen. Die Bahn bringt Passagiere in knapp zehn Minuten von der Innenstadt über die Inn an Europas höchstgelegenen Zoo vorbei in den Stadtteil Hungerburg. Von dort kann man mit Gondelbahnen die Nordkette hinauf zur Seegrube und zum 2300 Meter hohen Hafelekar fahren.
Die Hungerburgbahn in Innsbruck ist bekannt für ihr futuristisches Design. Sie wurden von der bekannten Architektin Zaha Hadid entworfen.
Die Hungerburgbahn in Innsbruck ist bekannt für ihr futuristisches Design. Sie wurden von der bekannten Architektin Zaha Hadid entworfen. | Bild: Günther Egger/dpa
  • Im Doppeldecker mit Frischluft: Der erste offene seilbahngeführte Doppeldecker der Welt trägt den passenden Namen „CabriO“ – und fährt ausschließlich im Sommer von der Talstation Kälti im Schweizer Kanton Nidwalden auf den Gipfel des Stanserhorns mit Blick auf den Vierwaldstättersee. 60 Personen passen unten in die vollverglaste Kabine, 30 weitere können sich auf dem Oberdeck alpine Luft um die Nase wehen lassen. Auf 1900 Metern Höhe wartet bei klarem Wetter ein Rundumblick auf 100 Kilometer Alpenkette und zehn Seen.
Ein Gondel mit Aussichtsplattform fährt im Sommer hinauf zum Stanserhorn. Die Seilbahn trägt den passenden Namen CabriO.
Ein Gondel mit Aussichtsplattform fährt im Sommer hinauf zum Stanserhorn. Die Seilbahn trägt den passenden Namen CabriO. | Bild: Stanserhorn-Bahn/dpa
  • Um die eigene Achse auf den Gletscher: Mit der Titlis-Rotair hat der Branchenriese Doppelmayr/Garaventa 1992 oberhalb vom beliebten Ski-Ort Engelberg im Schweizer Kanton Obwalden schon die erste Luftseilbahn der Welt mit rotierendem Kabinenboden gebaut. Seit 2014 schrauben sich von der Station Stand sogar komplett drehbare Gondeln in fünf Minuten einmal um die eigene Achse. Sie passieren auf dem Weg zur Bergstation am Kleinen Titlis (3020 Meter) eine einzige schrägstehende Stütze. Spektakulär – und mit Schweizerkreuz.
Rundumsicht mal anders: Oberhalb von Engelberg fahren komplett drehbare Gondeln hinauf zur Bergstation am Kleinen Titlis.
Rundumsicht mal anders: Oberhalb von Engelberg fahren komplett drehbare Gondeln hinauf zur Bergstation am Kleinen Titlis. | Bild: Titlis Bergbahnen
  • Auf den Vulkan: Der Ätna auf Sizilien (3323 Meter) gilt als relativ harmloser Vulkan, insbesondere im Vergleich zum Vesuv und den phlegräischen Feldern in der Nähe von Neapel. Die Ausbrüche sind aber trotzdem gefährlich. 2002 wurde bei einem die Seilbahn zerstört. Inzwischen steht an dieser Stelle aber eine neue Bahn. Die Funivia dell‘Etna bringt ihre Passagiere in etwa 15 Minuten von der Station Rifugio Sapienza an der Südseite des Vulkans auf 2500 Meter Höhe. Von der Bergstation La Montagnola geht die geführte Exkursion in Allradbussen über die Lavafelder.
Der Ätna in Sizilien ist der höchste aktive Vulkan Europas – an der Südseite des Berges fährt eine Seilbahn bis auf 2500 Meter Höhe.
Der Ätna in Sizilien ist der höchste aktive Vulkan Europas – an der Südseite des Berges fährt eine Seilbahn bis auf 2500 Meter Höhe. | Bild: Antonio Zimbone/Funivia dell'Etna/dpa-
  • Über wilden Tieren schweben: In den Bergen von Kantabrien, 20 Kilometer von Santander entfernt, schweben Touristen im Naturpark Cabárceno in Achterkabinen hinweg über Bären, Elefanten, Gorillas, Löwen oder Nashörner und andere, teils gefährliche Tiere. Die Bahn deckt über einen dreieckigen Verlauf die Höhepunkte dieser Landschaft mit spitzen Felsen, idyllischen Seen und Schluchten im Norden Spaniens ab. Der Ausblick reicht nach Santander, den Golf von Biskaya und bei gutem Wetter zum Kalkstein-Massiv Picos de Europa.
Im nordspanischen Naturpark Cabárceno leben mehr als hundert Tierarten aus fünf Kontinenten. Touristen können sie aus den Kabinen einer Gondelbahn heraus beobachten.
Im nordspanischen Naturpark Cabárceno leben mehr als hundert Tierarten aus fünf Kontinenten. Touristen können sie aus den Kabinen einer Gondelbahn heraus beobachten. | Bild: dpa
  • Im Seilbahn-Oldie: Die älteste im Original erhaltene Großkabinenseilbahn der Welt fährt im bayerischen Bad Reichenhall. Sie verbindet die Kurstadt seit 1928 mit dem 1614 Meter hohen Predigtstuhl und steht unter Denkmalschutz. Berg- und Talstation sowie das Bergrestaurant wurden im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut. Noch immer arbeitet ein Maschinist in der Bergstation, damit die beiden roten Kabinen den Höhenunterschied von 1140 Metern überwinden. Die Fahrt dauert achteinhalb Minuten. Berg- und Talstation wurden im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut.
Ein echter Seilbahn-Oldie: Die roten Gondeln der Predigtstuhlbahn sind seit 1928 zwischen Bad Reichenhall und dem Predigtstuhl unterwegs.
Ein echter Seilbahn-Oldie: Die roten Gondeln der Predigtstuhlbahn sind seit 1928 zwischen Bad Reichenhall und dem Predigtstuhl unterwegs. | Bild: Predigtstuhlbahn
  • Von Frankreich nach Italien durch das Mont-Blanc-Massiv: Während der Fahrt mit der Téléphérique de l‘Aiguille du Midi von Chamonix rauschen in 20 Minuten etliche Dreitausender vorbei. Mutige genießen oben auf dem Skywalk den Rundumblick in einem Ausguck mehr als 1000 Meter über dem Boden. Weiter geht es mit der Kleinkabinenbahn Vallée Blanche zur Helbronner Spitze auf der italienischen Seite. Wer dann noch mit der Pendelbahn Skyway Monte Bianco nach Courmayeur im Aostatal abfährt, hat eine innereuropäische Grenze überquert.
Vom französischen Chamonix geht es mit der Téléphérique de l‘Aiguille du Midi steil hinauf ins Mont-Blanc-Massiv.
Vom französischen Chamonix geht es mit der Téléphérique de l‘Aiguille du Midi steil hinauf ins Mont-Blanc-Massiv. | Bild: F. Bodet/dpa
  • Die höchste Dreiseilumlaufbahn der Welt: Der Glacier Ride im Schweizer Zermatt bringt stündlich bis zu 2000 Menschen hinauf zum Klein Matterhorn in den Walliser Alpen. Dort liegt die höchste Bergstation Europas auf mehr als 3800 Metern Höhe, wo sich ein hochalpines Panorama mit 38 Viertausendern und 14 Gletschern auftut. In einigen Gondeln der Glacier Ride klart während der Fahrt der sonst trübe Glasboden auf und gibt den Blick in die Tiefe frei. Das kostet Aufpreis und schwindelfrei sollte man dafür auch sein.
Vorbei am berühmtesten Berg der Schweiz: Wer mit den Gondeln der Glacier Ride in Zermatt fährt, blickt auf das Matterhorn.
Vorbei am berühmtesten Berg der Schweiz: Wer mit den Gondeln der Glacier Ride in Zermatt fährt, blickt auf das Matterhorn. | Bild: Pedro Rodrigues/Zermatt Bergbahnen AG/dpa