Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreiseverbote für Flüchtlinge und sieben überwiegend muslimische Länder sorgen weltweit für Aufruhr. Das sind einige ausgewählte Reaktionen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). | Bild: dpa

Politik

Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Das Vorgehen widerspricht nach meiner Auffassung dem Grundgedanken der internationalen Flüchtlingshilfe und der internationalen Kooperation.“
Frankreichs Präsident Francois Hollande: „Die Reden, die wir in den USA hören, fördern den extremistischen Populismus.“
Großbritanniens Premierministerin Theresa May per Mitteilung: „Wenn es irgendwelche Konsequenzen für britische Staatsangehörige haben sollte, dann werden wir natürlich bei der US-Regierung Einspruch dagegen erheben.“
Kanadas Premierminister Justin Trudeau auf Twitter: „An all jene, die vor Verfolgung, Terror und Krieg fliehen - Kanada wird euch willkommen heißen, ungeachtet eures Glaubens.“
  Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad Al-Hussein, auf Twitter: „Das US-Verbot ist engstirnig und verplempert Ressourcen, die für vernünftige Terrorabwehr nötig sind.“
Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) auf ihrer Webseite: „Solch selektive und diskriminierende Handlungen werden nur Extremisten in ihren radikalen Erzählmustern ermutigen und den Fürsprechern von Gewalt und Terrorismus weiteren Auftrieb geben.“
Safa Karman aus dem Jemen: „Ich bin die erste Bürgerin des Jemen, die zum Studium an der Harvard Law School zugelassen wurde. Ich werde wohl kein Visum ausgestellt bekommen, um an den Vorlesungen 2017 teilnehmen zu können.“
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders: „Das ist die einzige Art, sicher und frei zu bleiben.“
Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg. | Bild: dpa

Wirtschaft

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: „Die Vereinigten Staaten sind eine Nation von Einwanderern, und wir sollten stolz darauf sein.“
Google-Chef Sundar Pichai: „Es ist schmerzlich zu sehen, wie sich diese Anordnung persönlich auf unsere Kollegen auswirkt.“
Tesla-Chef Elon Musk: „Viele Menschen, die negativ von dieser Politik betroffen sind, sind starke Unterstützer der USA.“
Twitter-Chef Jack Dorsey: „Die humanitären und wirtschaftlichen Folgen des Auswirkungen sind real und bestürzend. Wir profitieren von dem, was Flüchtlinge und Einwanderer mit in die USA bringen.“
Howard Schultz, Vorstand von Starbucks.
Howard Schultz, Vorstand von Starbucks. | Bild: AFP

Starbucks-Chef Howard Schultz in einem Brief an die Mitarbeiter: „Ich höre euren Alarm, dass der Anstand und die Menschenrechte, die wir alle so lange als gegeben hingenommen haben, angegriffen werden.“
US-Sängerin Rihanna.
US-Sängerin Rihanna. | Bild: Foto: dpa

Musik und Kultur

Sängerin Rihanna (28) auf Twitter: „Amerika wird vor unseren Augen zugrunde gerichtet.“ Rockstar Bruce Springsteen (67) auf einem Konzert in Australien: „Amerika ist eine Nation von Einwanderern, und wir finden das undemokratisch und fundamental unamerikanisch.“
Der iranische Regisseur und Oscar-Anwärter Ashgar Farhadi: „Engstirnige Individuen nutzen das Einflößen von Angst häufig dazu, Extremismus und fanatisches Verhalten zu rechtfertigen.“
Die deutsch-iranische Schauspielerin Jasmin Tabatabai (49): „Trumps Dekret ist absurd, unmenschlich und tritt die Werte, auf die die USA sonst so stolz sind, mit Füßen.“
Ashton Kutcher und Mila Kunis freuen sich über ihr zweites Kind.
Ashton Kutcher und Mila Kunis freuen sich über ihr zweites Kind. | Bild: Foto: dpa

Schauspieler Ashton Kutcher (38) über seine Ehefrau Mila Kunis: „Meine Frau kam während des Kalten Krieges mit einem Flüchtlingsvisum in dieses Land. Mir kocht gerade das Blut in den Adern.“
DOSB-Präsident Alfons Hörmann.
DOSB-Präsident Alfons Hörmann. | Bild: Foto: dpa

Sport

DOSB-Präsident Alfons Hörmann: „Im Sport gibt es klare Regeln und ein klares Grundverständnis: Nämlich weltweiten Zugang, unbenommen der Frage der Religion und der Herkunft.“
Basketballtrainer Steve Kerr von den Golden State Warriors: „Wenn wir versuchen, Terrorismus zu bekämpfen, indem wir Menschen daran hindern, in dieses Land zu reisen, indem wir gegen die Prinzipien dessen verstoßen, wofür dieses Land steht, und Angst erzeugen, ist das der falsche Weg.“
Fußballer Michael Bradley: „Als Trump gewählt wurde, habe ich nur gehofft, dass der Präsident Trump ein anderer sein würde als der Wahlkämpfer Trump. Dass die fremdenfeindliche, frauenfeindliche und narzisstische Rhetorik ersetzt wird durch eine bescheidenere und maßvollere Art, unser Land zu führen. Ich habe mich geirrt.“