Ein Leben ohne Kreuzworträtsel? Das können sich mehr als zwölf Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – unter anderem im Verbreitungsgebiet des SÜDKURIER – nicht vorstellen. Sie lösen jeden Tag mindestens eines der Gitterspiele und legen ihren Kugelschreiber erst dann zur Seite, wenn auch das letzte Kästchen ausgefüllt ist. Weitere 42 Millionen beschäftigen sich zumindest ab und zu damit, wie der römische Kriegsgott, die Figur aus dem Nibelungenlied und die Ruinenstätte in Jordanien heißen könnten.

Gerade einmal 100 Jahre alt

Tatsächlich ist das Kreuzworträtsel, wie es in beinahe jeder Zeitung und Zeitschrift zu finden ist, jedoch noch gar nicht so alt. Es war am 21. Dezember 1913, dass in der „New York World“ das welterste „Word-Cross Puzzle“ erschien.

Der Journalist Arthur Wynne war von seiner Redaktion beauftragt worden, sich für die Weihnachtsausgabe einen netten Zeitvertreib für die Leser auszudenken. Das von Wynne entworfene Rätsel enthielt lediglich 31 Suchbegriffe, doch diese genügten, um bei den Lesern eine sofortige Sucht auszulösen. Es gab so viele positive Reaktionen, dass der Chefredakteur mehr davon haben wollte und Konkurrenzblätter sofort mit auf den Zug aufsprangen.

Von da an waren die Amerikaner nicht mehr zu bremsen, eine Kreuzwort-Manie brach aus. Kritiker beschworen daraufhin einen „Sitten und Familienzerfall“ herauf, die „New York Times“ schrieb gar: „Fünf Millionen Stunden gehen dem amerikanischen Volk verloren für eine sinnlose, läppische Sache.“ Mehr als ein Jahrhundert nach der ganzen Aufregung ist klar, dass das Kreuzworträtsel trotz aller Warnungen einen sagenhaften Siegeszug angetreten hat – und sich obendrein die Einstellung ihm gegenüber grundlegend geändert hat.

Wer rätselt, bleibt fit

Denn längst haben wissenschaftliche Untersuchungen belegt, dass Kreuzworträtseln nicht nur ein netter Zeitvertreib, sondern darüber hinaus für die kognitiven Leistungen sogar ausgesprochen nützlich ist. Es fördert das Sprachverständnis, erweitert den Wortschatz, verbessert die Allgemeinbildung und hält das Gehirn auf Trapp. Keith Wesnes, Forscher für kognitive Neurowissenschaft, hat in Großbritannien zu den Effekten des Rätselns auf das Gehirn geforscht und herausgefunden: „Die Leistungen derjenigen, die regelmäßig knobelten, war durchgängig besser und steigerte sich stufenweise mit der Häufigkeit des Rätselns.“ Rätselfans hatten in seiner Studie vor allem bei Grammatikaufgaben und bei Aufgaben, in denen ein gutes Kurzzeitgedächtnis gefordert war, die Nase vorn gegenüber Vergleichspersonen, die sich dieser Herausforderung nicht stellten.

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Knobeln gegen das Vergessen

Diese Erkenntnis ist vor allem vor dem Hintergrund interessant, dass es nach dem 40. Geburtstag mit dem menschlichen Gehirn rapide bergab geht. Ab dem fünften Lebensjahrzehnt baut es kontinuierlich ab, ein Aufhalten dieses Prozesses ist nicht möglich. Aber verlangsamen lässt er sich sehr wohl – unter anderem mit Kreuzworträtseln. Denn das Gehirn eines Menschen, der jeden Tag eines davon löst, ist bis zu zehn Jahre jünger als das eines Altersgenossen, der Kreuzworträtsel verschmäht. Auch das ist eine Erkenntnis aus den Studien von Keith Wesnes und seinen Kollegen an der University of Exeter Medical School und dem Kings College London.

Begeisterung kennt keine Grenzen

Wie gut also, dass nach dem überraschenden Erfolg des Kreuzworträtsels 1913 in den USA der Trend auch nach Europa und Deutschland schwappte. 1925 druckte die Berliner Illustrierte das erste Kreuzworträtsel in einer deutschen Zeitung und legte damit den Grundstein für die Kreuzworträtsel-Begeisterung hierzulande. Be sonders angetan hat es den Rätslern in der Bundesrepublik das „Schwedenrätsel“, das – wie es der Name bereits nahelegt – die Schweden erfunden haben sollen: Sie waren es wohl, die auf die Idee kamen, die Fragen in ein Kästchen zu schreiben und mit einem richtungsweisenden Pfeil zu versehen.

Der Reiz des Unlösbaren

Dass hierzulande sowie deutschland- und weltweit die Menschen dem Rätseln verfallen sind, hat mehrere Gründe. Einer davon ist, dass der Mensch keine ungelösten Aufgaben mag. Er möchte sie vervollständigen und damit die empfundene Spannung lösen. Wenn er es schafft, empfindet er Genugtuung und Glück. Der Personalpsychologe Rüdiger Hossiep von der Universität Bochum hat zudem herausgefunden, dass es beim Ausfüllen der Kästchen auch um „intrapersonale“ und „interpersonale“ Vergleiche geht. Will heißen: Rätsler prüfen, was sie selbst wissen und wie zufrieden sie mit ihrer Bildung sind. Und sie testen, wie gut sie gegen andere abschneiden. Beides können Nutzer des digitalen SÜDKURIER ab sofort auch. Denn seit Kurzem gibt es auch in der Digitalen Zeitung jeden Tag ein neues Kreuzworträtsel, das sich direkt in der digitalen Version des SÜDKURIER lösen lässt.

Mit der SÜDKURIER Digitale Zeitung App erhalten Sie mit jeder Ausgabe ein neues, spannendes Kreuzworträtsel. Lösen Sie die kniffligen Rätsel direkt auf Ihrem Gerät und erleben Sie dank der Download Funktion den neuen Rätselspaß auch unterwegs. Mit tollen Zusatzfunktionen wird das Rätseln noch spannender: Stoppen Sie Ihre Zeit mit dem Timer oder decken Sie einzelne Buchstaben oder Wörter auf, falls Sie nicht weiterkommen. Sie können Ihren Zwischenstand außerdem jederzeit speichern und das Rätsel später fortsetzen.

Täglicher Rätselspaß mit dem SÜDKURIER

Darauf haben sich viele Nutzer der Digitalen Zeitung gefreut: Ab sofort erscheint im digitalen SÜDKURIER jeden Tag ein neues Kreuzworträtsel, das Abonnenten von SÜDKURIER Digital über die App „SÜDKURIER Digitale Zeitung“ auf ihrem Tablet oder Smartphone lösen können.

Hier kommen Sie direkt zur App

„Die meisten Nutzer der Digitalen Zeitung sind mit dem Angebot sehr zufrieden. Ein Kritikpunkt kam jedoch immer wieder zur Sprache: Warum es nicht möglich sei, das Kreuzworträtsel in der Zeitung auch digital zu lösen? Es gibt Rätselfans unter den Lesern, die das Kreuzworträtsel unter vielen Mühen ausgedruckt haben, umes ausfüllen zukönnen“, erklärt Julian Kögel, verantwortlich für digitale Produkte beim SÜDKURIER.

Jeden Tag eine neue Herausforderung

Darauf hat er zusammen mit seinen Kollegen nun reagiert. So kommt es, dass anders als in der Printausgabe in der Digitalen Zeitung nun mit jeder aktuellen Ausgabe ein neues Rätsel erscheint. Nutzer des digitalen SÜDKURIER kommen also an sechs Tagen die Woche in den Genuss einer anderen Knobel-Herausforderung. Das Rätsel wird mit der Ausgabe heruntergeladen und ist im Anschluss auch offline verfügbar. „Die digitale Ausgabe des Rätsels hat auf dem Tablet und dem Smartphone dieselbe Größe, also zwölf mal zwölf Felder“, erklärt Julian Kögel. Ein Unterschied zur Zeitung bestehe darin, dass es beim digitalen Rätsel kein Lösungswort oder Gewinnspiel gebe. „Hier steht der Rätselspaß eindeutig im Mittelpunkt“, sagt der Digital-Experte.

Nützliche Zusatzfunktionen

Gegenüber gedruckten Kreuzworträtseln hat die digitale Version den Vorteil, dass sie viele nützliche und hilfreiche Zusatzfunktionen bereithält. Bei Bedarf lassen sich einzelne Buchstaben oder ganze Wörter automatisch lösen oder auch alle falschen Buchstaben markieren.

„Das ist sehr praktisch, wenn man an einer Stelle nicht mehr weiterkommt und ein bisschen Unterstützung braucht“, weiß Julian Kögel aus Erfahrung. Einen weiteren Vorteil sieht er darin, dass der aktuelle Stand des Rätsels immer gespeichert wird. Wer also eine kleine Rätselpause einlegen will, kann danach einfach dort weiterknobeln, wo er zuvor aufgehört hat. Auch die Zeit, die während des Ratens mitläuft, hält so lange an. Per Klick kann das ganze Rätsel aber auch neu gestartet werden.

Der schnelle Weg zum Rätsel

Das täglich wechselnde Kreuzworträtsel ist für Nutzer der App schnell und einfach zu finden: Es befindet sich zusammen mit dem TV-Programm und den Prospekten in der Liste unter der Digitalen Zeitung. „So haben unsere Abonnenten schnell Zugriff auf das Rätsel und können sofort damit loslegen“, sagt Julian Kögel. Er kann die Begeisterung der SÜDKURIER-Tüftler gut nachvollziehen: „Mit unseren Kreuzworträtseln bleiben unsere Leser geistig fit, haben einen abwechslungsreichen Zeitvertreib und können noch dazu zusammen um die Lösungen ringen.“

 

Einen Monat gratis tüfteln

Damit wirklich alle Kreuzworträtsel-Freunde im Verbreitungsgebiet des SÜDKURIER in den Genuss des neuen digitalen Kreuzworträtsels kommen, können sie derzeit SÜDKURIER Digital für 30 Tage kostenlos testen. Wer die App „SÜDKURIER Digitale Zeitung auf seinem Tablet oder Smartphone installiert hat, gibt einfach den Gutscheincode 20230 ein und erhält einen Monat lang die Digitale Zeitung und mit ihr auch das digitale Kreuzworträtsel zur freien Verfügung. „Das Abo endet automatisch, ein Kündigen ist nicht nötig“, sagt Julian Kögel und wünscht viel Spaß und Erfolg beim Rätseln.