Vermutlich vier Skifahrer aus Oberschwaben verlieren abseits gesicherter Pisten ihr Leben, nachdem sie von einer Lawine verschüttet werden. Drei werden geborgen, der Vierte wird noch vermisst.

Dieses schreckliche Unglück am Arlberg hinterlässt neben Bestürzung jedoch vor allem Sprachlosigkeit. Warum wagen sich die vier Männer bei der derzeitigen Schneelage in den Alpen in ungesicherte Bereiche? An Vorwarnungen mangelte es wahrlich nicht. Auch wenn alle vier mit Lawinenausrüstung unterwegs waren, hatten sie gegen die Schneemassen keine Chance. Dass sie sich durch eine offenkundige Fehleinschätzung in tödliche Gefahr gebracht haben, ist tragisch genug. Dass auch in der Folge Bergretter bei einem solch extrem belastenden Einsatz ihr Leben aufs Spiel setzen müssen, ist nur schwer erträglich. In Österreich und Deutschland ist das Fahren abseits der Piste bei Lawinengefahr keine Straftat. Vielleicht sollte dieser Paragraph überdacht werden. Zur Sicherheit aller.