Seit zehn Jahren legt Samsung mittlerweile die S-Reihe als Spitzenklasse seiner Smartphones auf. Zum Jubiläum gestaltet der koreanische Handy-Gigant das Modell im Vergleich zum Vorgänger wieder stark um. In drei Varianten wird es das Galaxy S10 genannte Gerät geben. Ein Überblick über die wichtigsten Eigenschaften:

  • Drei verschidene Varianten: Samsung baut ähnlich wie Apple auf drei Varianten seines Spitzenmodells. Eindeutigstes Unterscheidungsmerkmal ist deren Größe. Der Bildschirm des S10 ohne weiteren Namenszusatz misst 15,5 Zentimeter Durchmesser, der des S10+ 16,3 Zentimeter. Zudem gibt es das S10e, eine auch bei Hardware-Komponenten abgespeckte Version, mit 14,7 Zentimetern Bildschirmdiagonale.
  • Aushängeschild Display: Der Trumpf der neuen Samsung-Modelle ist das Display. Es nimmt die komplette Vorderseite des Smartphones ein – mit Ausnahme eines kleinen Lochs für die Frontkamera. Beim S10+ ist das etwas größer, weil es zwei Frontkameras hat. Dennoch lässt das neue Design dem Bildschirm noch mehr Platz, zuvor war die Kamera in einem größeren Randbereich an der oberen Displayseite untergebracht. Die Displays lösen zudem extrem scharf auf und sind sehr hell.
  • Noch mehr Kameras: Samsung geht bei seinen Spitzenmodellen den Trend zu mehr Kameras mit. Das S10+ hat ganze fünf: Drei an der Rückseite und zwei an der Vorderseite. Die zweite Frontkamera ermöglicht einen Tiefenschärfe-Effekt auch bei Selfies. Das S10 hat vorne eine und hinten drei Kameras, das S10e bleibt hinten bei zwei Kameras.
  • Die sonstigen Fähigkeiten: Samsung gönnt allein drei Modellen einen deutlich stärkeren Prozessor als seinen Vorgängermodellen. Jede Variante hat zudem mindestens 128 Gigabyte fest verbauten Speicher. Die Modelle ermöglichen kabelloses Laden gleich doppelt: Zum einen kann man sie kabellos aufladen, zum anderen können sie auch selbst zum Ladegerät werden: Man kann ein anderes drahtlos aufladbares Handy auf die S10-Varianten legen und so dessen Akku füllen. Nicht unterstützt wird der neue Mobilfunk-Standard 5G. Samsung hat jedoch bereits eine vierte S10-Variante angekündigt, bei der das der Fall sein wird.
Die S10-Reihe kann andere Geräte kabellos laden, hier eine Smartwatch.
Die S10-Reihe kann andere Geräte kabellos laden, hier eine Smartwatch. | Bild: Andrej Sokolow/dpa
  • Hoher Preis: Obwohl Konkurrent Apple wegen seiner überzogenen Preispolitik Absatzprobleme hat, zieht nun auch Samsung die Preise an. Das günstigste Modell, das S10e, fängt bei 750 Euro an. Das S10 beginnt bei 900 Euro, das S10+ bei 1250 Euro. In den Handel kommen die Modelle am 8. März.

Das faltbare Luxusmodell

Samsung wagt zudem den Vorstoß in eine neue Geräteklasse. Es hat ein Telefon präsentiert, das sich zum Tablet auffalten lässt.
 

  • Stolzer Preis: Das Gerät mit dem Namen Galaxy Fold soll zum Preis von 2000 Euro Anfang Mai in den deutschen Handel kommen. Das Falt-Smartphone hat einen für heutige Verhältnisse eher kleinen Bildschirm mit einer Diagonale von 11,6 Zentimeter auf der Frontseite. Wenn man es aufklappt, faltet sich aber ein 18,5 Zentimeter großes Tablet-Display aus. Samsung wirbt damit, dass man innerhalb einer App nahtlos zwischen den Bildschirmen wechseln kann.
  • Hoffnung auf Subventionen: „Die Netzbetreiber haben großes Interesse an dem Produkt – auch weil sie auf dem großen Bildschirm ihre Inhalte ausspielen können“, sagte Samsung-Manager Mario Winter. Geht die Rechnung auf, könnten die Fold-Geräte zumindest in hochpreisigen Mobilfunk-Verträgen großzügiger subventioniert werden.
  • Die Chancen der Technik: Analyst Anshul Gupta von der Marktforschungsfirma Gartner rechnet nicht damit, dass die neue Gerätekategorie dem Smartphone-Geschäft kurzfristig einen Schub geben kann. Es seien viele Fragen offen. Mit der Zeit dürften faltbare Displays aber einen enormen Effekt haben: „Es wird mehr Geräteformen und Nutzungen geben.“ (dpa)