Schupfnudeln sind ein beliebtes Wintergericht, wenn es draußen ungemütlich ist, denn die Kombination von Teig, Sauerkraut und Speck wärmt die Seele gleich mit. Viele scheuen den Aufwand und kaufen Schupfnudeln fertig und abgepackt. Aber man kann Schupfnudeln auch selbst machen – so wie Margot Schöllhammer. Sie ist 59 Jahre alt und lebt in Villingen-Schwenningen.

Margot Schöllhammer, 59, lebt in Villingen-Schwenningen.
Margot Schöllhammer, 59, lebt in Villingen-Schwenningen. | Bild: Schöllhammer

Schupfnudeln kennt sie noch aus Kindertagen, als ihre Oma kochte. „Das gibt es bei uns sicher alle vier Wochen“, berichtet sie. Dieses Rezept hat sie mit Vollkornmehl abgewandelt und so ein wenig „gesünder“ gemacht.

Schupfnudeln gab es, so kann man lesen, bereits im Dreißigjährigen Krieg, als sich die Soldaten aus ihren Mehl-Rationen mit Wasser dickliche Nudeln zubereiteten. Schupfnudeln sind im ganzen süddeutschen Raum sowie in Österreich mit unterschiedlichen Namen verbreitet, etwa die heiteren „Bubespitzle“ oder die martialischen „Bauchstecherle“. Es gibt pikante, aber auch süße Varianten, welche mit Getreide- und welche mit Kartoffelteig. Oder mit beidem. So wie hier.

Zutaten: 500 g Kartoffeln,
150 g Weizenvollkornmehl + ca. 50 g zum Wenden,
1 Ei, 1 gestr. TL Salz,
1 Prise Pfeffer, Muskat,
125 g gewürfelter Speck, 1 EL Butter,
1 Pck. 2-Minuten-Sauerkraut von Kühne,
(400 g); Paprikapulver edelsüß.

Zubereitung: Die Kartoffeln waschen, schälen, in Stücke schneiden und in ca. 20 Minuten gar kochen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und vollständig auskühlen lassen. Mit dem Vollkornmehl, Ei, Salz, Pfeffer und Muskat zu einem festen Teig verkneten. Mit Daumen und Zeigefinger jeweils kleine Portionen abnehmen, in Vollkornmehl wenden und zwischen den Händen zu Schupfnudeln formen. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und eine Schüssel mit kaltem Salzwasser (je 1 TL) bereithalten. Die Schupfnudeln in Portionen im kochenden Salzwasser so lange kochen, bis sie oben schwimmen (ca. 1 Minute). Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in das kalte Salzwasser geben. In ein Salatsieb geben und gut abtropfen lassen. In einer hohen, beschichteten Pfanne den Speck ohne Fett auslassen, einen Esslöffel Butter hinzufügen und die gründlich abgetropften Schupfnudeln darin anbraten. Das Sauerkraut zugeben, mit einer Gabel auseinanderziehen und gut vermischen. Mit edelsüßem Paprikapulver bestreuen, gründlich vermischen und bei kleiner Flamme ca. 10 Minuten ziehen lassen.