Von der Pfalz und Südhessen zogen Unwetter am Abend in Richtung Südosten, sagte ein Meteorologe des Deutschen-Wetterdienstes. Die Unwetter sollten bis ins nördliche Unterfranken und möglicherweise nach Thüringen ziehen. Es habe schwere Sturmböen, heftigen Starkregen und Hagel gegeben.

Störungen im Bahnverkehr

Mancherorts haben die Unwetter für Probleme im Bahnverkehr gesorgt. In Walldorf schlug ein Blitz in ein Stellwerk ein, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Zwischen den Hauptbahnhöfen von Mannheim und Frankfurt sei deshalb derzeit kein Zugverkehr möglich, hieß es bei Twitter. Die Techniker seien bereits vor Ort.

Auch in Teilen Hessens sei der Zugverkehr wetterbedingt gestört, sagte ein Bahn-Sprecher. Etwa auf den Strecken zwischen Darmstadt und Frankfurt sowie zwischen Hanau und Aschaffenburg gab es Oberleitungsstörungen.

Es könne in den betroffenen Bereichen zu Verspätungen und einzelnen Ausfällen kommen, sagte der Sprecher. Der Fernverkehr werde umgeleitet, einige Züge würden in Bahnhöfen zurückgehalten. Wie lange die Störungen anhalten sollen, war zunächst unklar.

26 Flüge in Frankfurt annulliert

Auch auf dem Frankfurter Flughafen machten sich die Unwetter bemerkbar. Um Personal und Reisende zu schützen, sei die Abfertigung auf dem Vorfeld vorübergehend eingestellt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers Fraport. Auch die Zahl der landenden Maschinen sei reduziert worden. Zunächst 26 Flüge seien bis Sonntagabend annulliert worden – größtenteils Inlandsflüge. Fünf Flüge seien umgeleitet worden.

Eine weitere Gewitterlinie zieht sich nach Angaben des DWD-Meteorologen von Mittelfranken Richtung Osten. Besonders die Regionen Nürnberg und Ingolstadt sollten am Abend betroffen sein: Es sollte zu Orkanböen und ebenfalls zu heftigem Regen und Hagel kommen, sagte er.

Keine Entwarnung für den Südwesten

Auch in Baden-Württemberg und Bayern sei für die Nacht zunächst keine allgemeine Entspannung in Sicht. Am Sonntag hatte DWD-Meteorologe Paul Dilger angekündigt, dass es in ganz Baden-Württemberg am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag zu teils schweren Gewittern kommen könne. Heftiger Starkregen, Hagel und orkanartige Böen von bis zu 110 Stundenkilometern seien möglich. „Man kann nicht sagen, wann und wen es am stärksten trifft“, sagte Dilger.