Mit Hilfe des Landeskriminalamts (LKA) von Mecklenburg-Vorpommern haben russische Behörden den Betreiber eines Kinderpornonetzwerks im Internet ermittelt und angeklagt. Der Mann aus einem Ort in der Nähe von Rostow am Don habe im sogenannten Darknet hunderten Kunden den Zugriff auf 300.000 Kinderpornos ermöglicht, teilte das LKA am Mittwoch in Schwerin mit.

Ermittlungen seien nach einem anonymen Hinweis über eine Internetseite an das LKA aufgenommen worden. Die Seite führte über eine skandinavische Firma zu dem Verdächtigen in Nowotscherkassk. Eine Wohnungsdurchsuchung habe den Verdacht bestätigt. Die Darknetplattform wurde von den russischen Behörden abgeschaltet. Nach Angaben des LKA gingen 2017 über 35.000 Hinweise auf mögliche strafbare Handlungen im Zusammenhang mit dem Verdacht auf kinderpornografische Straftaten beim Bundeskriminalamt ein. (AFP)