Immer wieder streiken die deutschen Regierungsflieger. Das technische Problem kann selten schnell vor Ort gelöst werden, weshalb die Volksvertreter ihre Reisepläne kurzfristig ändern müssen. Eine Auswahl:

  • Januar 2019: Auf seiner Reise durch Afrika strandet Entwicklungsminister Gerd Müller gleich zwei Mal: Zuerst bleibt das Flugzeug in Lilongwe in Malawi wegen eines defekten Ventils am Boden. Schon die Reperaturen finden nur verzögert statt, die Reise kann dann aber weitergehen. Nur nach Deutschland reicht es nicht mehr: Auch in Sambia streikt das Flugzeug.
  • November 2018: Der Airbus A340 „Konrad Adenauer“ mit Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz an Bord kehrt auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires um – weil ein defektes Teil zwei Funksysteme lahmgelegt hat. Beide fliegen Linie nach Argentinien.
  • November 2018: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier harrt wegen eines Triebwerksdefekts der „Adenauer“ stundenlang in Südafrika aus.
  • Oktober 2018: Nagetiere knabbern bei einem Stopp in Indonesien wichtige Kabel der „Adenauer“ an. Finanzminister Scholz kehrt per Linienflug von der Tagung des Internationalen Währungsfonds zurück.
  • Juni 2018: Wegen eines Hydraulikschadens am Regierungs-Airbus steigt Steinmeier kurz vor Abflug nach Weißrussland auf eine Ersatzmaschine um.
  • Dezember 2016: Auf dem Weg nach Mali strandet Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen aufgrund eines Computerproblems bei ihrem A340 in der nigerianischen Hauptstadt Abuja – und muss dort übernachten.
  • Mai 2016: Wegen eines Risses in der A319-Cockpitscheibe hängt Steinmeier, damals Außenminister, in Litauen fest. Ein Ersatzflieger holt ihn ab. Schon zuvor hatten defekte Flieger mehrere Reisepläne empfindlich durcheinander gebracht: Er musste schon im chinesischen Changsha und in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba ausharren.
  • Mai 2011: Wegen eines defekten A310-Kühlaggregats fliegt der damalige Bundespräsident Christian Wulff aus Brasilien per Linie nach Berlin.
  • März 2009: Auf ihrem Flug nach Brüssel muss Merkel wegen Überhitzung eines Triebwerks der Regierungs-Challenger unplanmäßig in Hannover zwischenlanden – und auf eine Ersatzmaschine umsteigen.