Das Land Baden-Württemberg drängt mit Blick auf Belästigungen durch Rauch aus Grillrestaurants auf eine Verschärfung gesetzlicher Regelungen. So solle die Immissionsschutzverordnung künftig auch für Feuerungsanlagen zum Grillen von Speisen gelten, erläuterte Gregor Stephani vom Umweltministerium am Freitag in Mannheim. Der Petitionsausschuss des Landtags hatte in der Quadratestadt eine Anhörung anberaumt, weil Anwohner des Marktplatzes sich bei ihm über Rauch- und Geruchsbelästigung von zahlreichen Grillrestaurants beschwert hatten.

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Die von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen geforderte Ausweitung der Verordnung sei vom Bundesrat bereits beschlossen worden, sagte Stephani. Auf das Land alleine gehe eine ebenfalls vom Bundesrat gebilligte Mindesthöhe für Schornsteine dieser Gaststätten von 40 Zentimer über dem First des Gebäudes zurück. Stephani äußerte sich zuversichtlich, dass der Bund die vom Bundesrat beschlossenen Verschärfungen mittrage. Einen Nachteil nannte er aber: „Alle Änderungen gelten erst für Neuanlagen.“

Ein Initiativkreis von Betroffenen, Kommunalpolitikern und Quartiersmanagern hatte den Petitionsausschuss angerufen wegen Grillrauchs, der das Lüften und die Nutzung von Balkons bei bestimmten Wetterlagen unmöglich mache. Geleitet wurde die Anhörung vom SPD-Landtagsabgeordneten Boris Weirauch.