Daher müssen nun 35.000 Objekte in Handarbeit von dem krebserregenden Material befreit werden. Bei Sanierungsarbeiten in dem Kellergebäude im schweizerischen Frauenfeld wurden bereits Anfang des Jahres Asbestfasern gefunden. Da es zu aufwendig sei, jedes Sammlungsstück einzeln auf eine mögliche Verseuchung zu überprüfen, müssten voraussichtlich alle Objekte vorsorglich gereinigt werden, sagte der zuständige Kantonsbaumeister der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Damit die teils fragilen Kunstgegenstände nicht beschädigt werden, müsse man zudem bei jedem Objekt einzeln prüfen, wie es gesäubert werden kann. Der finanzielle Aufwand war zunächst ebenso unklar wie die Dauer, die die Reinigungsaktion beanspruchen wird.

Baustoff Asbest seit 2005 EU-weit verboten

Asbest ist ein faserartiges Mineral, das aufgrund seiner Elastizität und Hitzeunempfindlichkeit bis vor wenigen Jahrzehnten ein beliebter Baustoff war. Da das Material jedoch als stark krebserregend gilt, ist seine Verwendung seit Anfang der 1990er Jahre in Deutschland und der Schweiz verboten. Seit 2005 gilt ein EU-weites Asbest-Verbot. (dpa)