In den Schweizer Alpen ist eine Lawine in einem Skigebiet abgegangen. Dabei sollen nach Angaben der Polizei mehrere Menschen verschüttet worden sein. Der Alarm ging nach Angaben der Bergbahnen am Dienstag um 14.23 Uhr ein.

Bergretter waren am späten Nachmittag oberhalb des Skiorts Crans Montana mit Hubschraubern im Rettungseinsatz.

Über die genaue Zahl der Vermissten konnten weder Polizei noch Bergbahnen zunächst Angaben machen. Im Dorf kursierten Gerüchte, dass etwa zehn Personen betroffen seien. Das Onlineportal „lenouvelliste.ch“ zitierte Bürgermeister Nicolas Féraud mit der Angabe, zehn bis zwölf Personen würden noch vermisst.

Der Lift zwischen dem Dorf und der Station Les Violettes wurde für den Skibetrieb geschlossen und war nur noch in Betrieb, um Retter nach oben zu bringen, wie eine Sprecherin der Bergbahnen sagte.

Rettungskräfte sind im Lawinengebiet im Skigebiet Crans-Montana im Einsatz.
Rettungskräfte sind im Lawinengebiet im Skigebiet Crans Montana im Einsatz. | Bild: Anthony Anex, dpa

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte bestes Wetter.

Das Unglück ereignete sich an den Hängen des knapp 3000 Meter hohen Berges Pointe de la Morte. Crans Montana liegt im Kanton Wallis im Südwesten der Schweiz. Betroffen war die Piste Kandahar, wie die Bergbahnen mitteilten. Zu der Piste heißt es auf der Webseite der Skiregion, dass sie zu einer „Skiroute schwere Klasse“ gehört. Das betroffene Pistenstück soll auf halber Höhe zwischen der Gondelstation Les Violettes und dem Gipfel liegen.

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In Crans Montana soll am kommenden Wochenende das FIS Ski-Weltcuprennen stattfinden. In dem Ort wohnte jahrzehntelang der britische Schauspieler Roger Moore. Er starb 2017 in der Schweiz.

Der Sender Rhone FM veröffentlichte Fotos, die die Ausläufer der Lawine zeigen sollten. Die Fotos konnten zunächst nicht verifiziert werden. Darauf waren teilweise Skifahrer am Rand von aufgetürmten Schneemassen zu sehen. (dpa)