Häufchen mit Fähnchen, Häufchen in der Tüte, Häufchen im Staubsaugerbeutel - das Problem der tierischen Hinterlassenschaften steht über kurz oder lang auf den Tagesordnungen der Gemeinden. Um den schmutzigen und stinkenden Ärgernissen Herr zu werden, gibt es bundesweit immer wieder kreative Vorschläge.

In Baden-Württemberg versucht man mit Hundekotbeuteln gegen das Problem vorzugehen. In vielen Städten stehen an öffentlichen, bei Hundebesitzern beliebten Plätzen und Spazierwegen, Hundekotbeutel-Spender. Die Entnahme der Plastikbeutel ist kostenlos. Damit auch immer ein Tütchen zur Hand ist, wenn der Hund sein Geschäft verrichtet hat, startete Mannheim die Hundekotspender-Patenschaft. Inzwischen kontrollieren 198 Ehrenamtliche, meist selbst Hundebesitzer, 227 Beutel-Spender. 

Moderne Technik für kotfreie Straßen


In Waldshut-Tiengen ist der Ärger über die Haufen so groß, dass man neben zivilen Kontrollen inzwischen über eine zusätzliche DNA-Datenbank
nachdenkt. Dazu müssten alle 700 in der Stadt lebenden Hunde registriert werden. Im Falle eines illegal liegen gelassenen Häufchens könnte so anhand einer Probe der Halter festgestellt und zur Kasse gebeten werden. Die Ortspolizei lässt derzeit prüfen, ob die Lösung umsetzbar ist. Die Idee ist nicht neu: In Jena wollte eine Baugenossenschaft ebenfalls eine DNA-Datenbank anlegen. Inzwischen wurde davon jedoch wieder Abstand genommen.

In Berlin hat man inzwischen mit moderner Technik den Häufchen den Kampf angesagt. Seit Anfang dieses Jahres sind im Bezirk Spandau Elektro-Kleinwagen im Einsatz, die den Kot einsaugen. Der Name der emissionsfreien Putzkolonne: "Tretminenferrarri".
 

"Wildkoten" kostet überall


Liegen gelassene Hundehaufen sind teuer. In fast allen Gemeinden werden uneinsichtige Besitzer zur Kasse gebeten - vorausgesetzt, Hund und Herrchen werden auf frischer Tat ertappt. Die Höhe des Bußgelds variiert von Gemeinde zu Gemeinde, von Bundesland zu Bundesland. Am teuersten ist das Wildkoten der Hunde durchschnittlich in Bayern und Baden-Württemberg. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur erheben die Gemeinden dort für liegen gelassenen Hundekot bis zu 150 Euro. Billiger kommen die Hundebesitzer in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und dem Saarland weg: Hier beginnen die Bußgelder bei zehn Euro.

Übersicht der Bußgelder deutschlandweit