Die DNA-Analyse im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums habe keinen entsprechenden Nachweis erbracht, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. 

Ein Gemeindearbeiter war am Dienstag vergangener Woche in dem kleinen Ort rund 30 Kilometer nordöstlich von Bremen gebissen worden, wie er der Polizei später berichtete. Der Mann arbeitete demnach kniend am Zaun einer Grünanlage des Friedhofs. Als er nach hinten griff, sei seine Hand plötzlich festgehalten worden. Er blickte sich um und war überzeugt, einen Wolf zu sehen, der zugeschnappt hatte. Drei weitere Wölfe hätten die Aktion mit etwas Abstand beobachtet, so der Mann weiter. Dann habe er sich aber befreien und die Tiere vertreiben können. Einen Tag später ließ der 55-Jährige seine Hand verarzten.

Umgehend wurden daraufhin laut Umweltministerium zwei Mitarbeiterinnen des Wolfsbüros nach Steinfeld geschickt. Außer tierischen Haarproben wurden der Pullover des Mannes und der Hammer sichergestellt, mit dem er nach seiner Schilderung das Tier abgewehrt hatte. Die Proben gingen dann per Kurier ans Senckenberg-Institut im hessischen Gelnhausen. Im Falle einer Bestätigung wäre es der erste nachgewiesene Angriff eines Wolfes auf einen Menschen in Deutschland seit Rückkehr der Tiere nach der Wiedervereinigung gewesen. (dpa)