Die Kawarau-Brücke bei Queenstown auf der Südinsel ist der weltweit erste Ort, an dem öffentliche Bungysprünge, die man hier tatsächlich mit einem Y am Ende schreibt, angeboten werden. Von einer winzigen Plattform aus stürzt man sich 43 Meter in die Tiefe. Mehr Adrenalin – und nach der großen Überwindung – Glücksgefühle geht nicht.

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Nur eine halbe Stunde Autofahrt entfernt liegt Queenstown in den neuseeländischen Alpen. Hierher zieht es die besten Mountainbike-Downhiller. Seit etwa acht Jahren gibt es einen Bikepark, der zu den besten der Welt gehört. Der Gründer Tim Ceci durfte anfangs einmal am Tag Biker im Lift mit auf den Berg nehmen. Heute hängen an jeder achten Gondel drei Räder von Leuten, die eine der 27 Downhillabfahrten mit insgesamt 30 Kilometern Länge in Angriff nehmen. Alle Freunde des Mountainbikes haben hier jede Menge Spaß – Hobbybiker wie Profis.

Queenstown Bike Park
Queenstown Bike Park | Bild: Feiertag, Ingo

Aus dem Sattel geht es bei Hanmer Springs aufs Wasser des Waiau River. Die Jetboote sind eine Erfindung des Neuseeländers William Hamilton. Statt von einer Schiffsschraube wird es durch einen oder mehrere Wasserstrahle angetrieben. Die Boote schießen nur ein paar Zentimeter über der Oberfläche mit mehr als 90 Sachen übers Wasser und sind sehr manövrierfähig. Es ist wie Achterbahn ohne anschnallen oder Formel 1 auf türkisfarbenem Wasser.

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Zurück in die Luft. Das nächste Abenteuer heißt Zipline. Gut mit Karabinerhaken gesichert, rutschen wir über Rollen an Stahlseilen entlang. Hier in Rotorua gibt es eine Anlage mit sechs Ziplines, die längste ist 220 Meter lang. Man sieht nicht mal das andere Ende. Wir „fliegen“ von Baum zu Baum durch den Urwald, zwischendurch gehen wir über Hängebrücken. Sie macht richtig Spaß, diese Kombination aus gigantischer Aussicht und großem Kribbeln bei den rasanten Fahrten in luftiger Höhe.

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Natürlich ist auch Wassersport ein großes Ding in Neuseeland – das Meer ist gefühlt nirgends mehr als eine Stunde mit dem Auto entfernt. In Raglan auf der Nordinsel versuche ich mich am Wellenreiten. Die Wellen sind super für einen Anfänger wie mich. Da kein Wind weht, sind sie ganz gut einzuschätzen. Und siehe da: Ich schaffe es sogar, mich mehr oder weniger auf dem Brett zu halten.

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Etwas gemächlicher, wenn auch nicht weniger anstrengend, geht es dann zum Abschluss beim Wandern zu. Tongariro Alpine Crossing heißt einer der beliebtesten Wanderwege Neuseelands. Er ist 21 Kilometer lang und wird in den Sommermonaten täglich von mehr als 700 Touristen begangen. Los geht es morgens um 6 Uhr mit Pulli, Schal und Winterjacke – nachmittags kommen wir richtig ins Schwitzen. Kein Wunder bei 860 Höhenmetern Auf- und 1300 Höhenmeter Abstieg. Belohnt wird man mit grandiosen Aussichten auf leuchtend bunte Schwefelseen und gigantische immer noch aktive Vulkankrater, darunter der Mount Ngauruhoe, der aus dem „Herr der Ringe“-Film als Schicksalsberg bekannt ist. Was für ein Erlebnis!

Tongariro Crossing
Tongariro Crossing | Bild: Feiertag, Ingo