„Ich bin in Englisch, was das Gespräch angeht, sehr sicher.“

Das sagte Oettinger nach seiner Nominierung als EU-Energiekommissar im Oktober 2009. Den Gegenbeweis lieferte er später.

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„In my homeland Baden-Württemberg we are all sitting in one boat.“

Und zwar zwei Monate später, als er an der US-Universität Columbia in Berlin erklären wollte, dass in Baden-Württemberg alle in einem Boot sitzen. Dabei war es ihm offensichtlich nicht klar, dass sich weder der Ausdruck „Heimatland Baden-Württemberg„ noch das Sprichwort einfach so übersetzen lassen.

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„Ich bin nicht happy, aber glücklich.“

Schon wieder dieses Englisch: „Ich bin nicht glücklich, aber glücklich“, jubelte Oettinger 2014 bei seinem Wechsel vom Energiekommissar zum Ressortleiter für die europäische Digitalwirtschaft. Aber nicht nur die englische Sprache machte dem Politiker manchmal Probleme.

Nicht immer happy, aber dann doch glücklich.
Nicht immer happy, aber dann doch glücklich. | Bild: Sven Hoppe/dpa

„Ich erwarte schon ein bisschen, dass Sie mir auch zutrauen, mein Amt auszuüben.“

Schwang da ein bisschen Unsicherheit mit? Jedenfalls forderte er 2016 bei einer Netzkonferenz Vertrauen in seine digitalen Fähigkeiten ein.

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„Die deutsche Tagesordnung mit Mütterrente, Mindestrente, Rente mit 63, Betreuungsgeld, der komischen Maut, die wohl nicht kommen wird, bald noch mit der Pflicht-Homo-Ehe – die deutsche Tagesordnung erfüllt meine Erwartungen an deutsche Verantwortung in keiner Form.“

In eines der größten Fettnäpfchen trat Oettinger 2016 als Redner beim AGA-Unternehmensverband. In der gleichen Rede bezeichnete er Chinesen als „Schlitzaugen“. Die internationale Empörung folgte.

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„Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen.“

Aber auch die eigenen Landleute waren nie vor Oettinger sicher. So schoss er sich während einer Podiumsdiskussion 2016 auf die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry ein.

Als Ministerpräsident beim Stockacher Narrengericht.
Als Ministerpräsident beim Stockacher Narrengericht. | Bild: Patrick Seeger/dpa

„Ich weiß nur, dass ich mich in der Öffentlichkeit und privat benehmen kann.“

Wirklich? Angesichts der vielen verbalen Entgleisungen darf diese Aussage von 2007 zumindest ein bisschen bezweifelt werden.