Großeinsatz auf offener Strecke: Aufgrund der Sperrung der viel befahrenen Fernstrecke gab es nach Angaben der Bahn größere Verspätungen, die Ursache für den Brand war zunächst noch unbekannt. Spezialisten der Bundespolizei und des Eisenbahnbundesamts übernahmen die Ermittlungen zu dem Geschehen.

Ausgebrochen war das Feuer im ersten Waggon nach dem hinteren Triebwagen, dann sprang es auf das Zugende über.
Ausgebrochen war das Feuer im ersten Waggon nach dem hinteren Triebwagen, dann sprang es auf das Zugende über. | Bild: Thomas Frey

Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei bemerkte ein im ICE mitfahrender Bundespolizist gegen 06.30 Uhr Rauchentwicklung, leitete einen Nothalt ein und startete gemeinsam mit dem Zugpersonal die Räumung auf freier Strecke.

Laut Bahn und Landespolizei waren zwei Waggons von der Rauchentwicklung betroffen, ein Wagen brannte aus.

Ein Wagen brannte komplett aus.
Ein Wagen brannte komplett aus. | Bild: Thomas Frey

Für den Lösch- und Rettungseinsatz an dem ICE 511 auf der Fahrt von Köln in Richtung Frankfurt wurde die neben der Strecke verlaufenden Autobahn 3 zeitweise komplett für den Autoverkehr gesperrt. Die Bahn leitete den Zugverkehr auf der wichtigen Fernstrecke bis auf Weiteres über die sogenannte alte Rheinstrecke um.

Firefighters work inside a Inter City Express (ICE) train of Germany's Deutsche Bahn that caught fire on October 12, 2018 near Montabaur. (Photo by Thomas Frey / dpa / AFP) / Germany OUT
Es ist nur noch das Gerippe des Zuges zu sehen. | Bild: THOMAS FREY (dpa)

Reisende mussten demnach Fahrtzeitverlängerungen von einer Stunde und 20 Minuten einplanen. Wie lange die Sperrung dauert, war nach Angaben der Bahn zunächst noch unklar. Zunächst müssten der Zug geborgen und mögliche Brandschäden an Gleisen und Oberleitungen geprüft werden.

Warum der letzte Zugteil in Brand geriet, war zunächst noch unklar.
Warum der letzte Zugteil in Brand geriet, war zunächst noch unklar. | Bild: Thomas Frey (dpa)

Das Unternehmen sprach von einer schnellen Räumung und dankte allen Helfern für ihren Einsatz bei der Betreuung der Passagiere. Diese seien nach Montabaur gebracht worden, von wo aus sie ihre Reise fortsetzten. Beschädigtes Gepäck werde den Reisenden ersetzen.

Teile des ICE konnten nicht mehr gerettet werden.
Teile des ICE konnten nicht mehr gerettet werden. | Bild: THOMAS FREY (dpa)

(AFP)