Unsere Unterwäsche soll Unmögliches vollbringen: Sie soll Halt bieten, angenehm zu tragen sein und hübsch aussehen soll sie auch. Bei Hemdchen und Höschen hat frau beim Material freie Auswahl. Baumwolle, Polyamid oder Polyester, Seide, Modal oder Mischgewebe kommen zum Einsatz, zum Teil auch etwas Elasthan. Spitzenverzierungen können heute aus Baumwolle oder aus Kunstfaser sein.

BHs zu fertigen ist anspruchsvoll

Bei BHs ist die Materialwahl schon komplizierter. „Baumwolle eignet sich für BHs nur bedingt“, erklärt Simone Scheffold, Chef-Einkäuferin bei der neuen Dessous-Abteilung von Mode Zinser in Singen. Der Stoff sei nicht stabil genug und lasse sich nicht gut genug molden (dauerhaft vorformen).

Seide eignet sich nicht

Bei kleinen Körbchengrößen gehe es noch, bei größerem Körbchen sei Polyester die bessere Wahl. Seide eigne sich – zumindest im Alltag – gar nicht, da der zarte Stoff wegen der Belastungen reißen könne.

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„Ganz neu sind die Spacer-Cups, die luftdurchlässig und auch im Sommer angenehm zu tragen sind“, informiert sie. Der Trend gehe zudem weg vom Bügel-BH oder zumindest würden Metall-Bügel durch Silikon-Bügel ersetzt.

Bustiers helfen Frauen mit Lymphproblemen

Marken wie Tommy Hilfiger oder Calvin Klein kommen ebenso in Frage wie Modelle von Passionata oder Mey. Bustiers mit breitem Spitzenrand helfen allen, die Probleme mit dem Lymphabfluss haben, aber trotzdem hübsch aussehen wollen.

Zwei Bitten haben Expertin Simone Scheffold und Abteilungsleiterin Steffi Hauser an die Kundinnen: „Bitte, lasst euch messen.“ Der Körper einer Frau verändere sich im Laufe des Lebens. Zweite Bitte: Zu einem neuen schicken BH solle frau sich doch auch das passende Höschen gönnen. Denn mit einem alten, unpassenden oder zu schlichten Höschen sei sonst der schönste Look ruiniert.