Sehr geehrter Herr Markle,

Ihre Tochter Meghan und Schwiegersohn Harry sind ziemlich wütend auf Sie. Und das, obwohl sie weit voneinander entfernt wohnen, um Wut erst gar nicht aufkommen zu lassen. Doch was Sie in Abständen von je sechs Wochen vom Stapel lassen, spottet jeder Beschreibung. Sie haben sich den Titel Rabenvater hart, aber ehrlich verdient.

Für ein paar Dollars . . .

Mit der Ehrlichkeit nehmen Sie es nicht so genau. Immer wieder verhökern sie Fotos aus dem Familienalbum, um an ein paar Dollars zu kommen. Und Ihre weinerlichen Interviews geben Sie nur für Bares. Wenn Paparazzis um Ihr Haus in Mexiko schleichen, öffnen Sie die Tür, sobald die Scheine winken. Das ist schon jämmerlich, was Sie da veranstalten.

Ihre Tochter ist jetzt Herzogin, nachdem sie das Herz eines der begehrtesten Junggesellen der Welt erobert hat. Darauf könnten Sie stolz sein. Plötzlich kennt alle Welt ihre Tochter Meghan. Und was tun Sie? Sie verlangen schon wieder Geld. Dieses Mal haben Sie es ganz schlau angestellt, sie verlangen eine Art Leibrente auf Kosten des Herzogs. „Es ist Zeit, sich um Daddy zu kümmern,“ sagten sie in Ihrer bescheidenen Art im letzten Ihrer schmalztriefenden Interviews.

Einen Haufen Schulden

Alter Knabe, wohin denken Sie? Meghan und Harry haben eine harte Zeit vor sich – und keinen Penny übrig für Ihren gar nicht so bescheidenen Lebensstil, der sich am Ideal der Selbstschonung ausrichtet. Die beiden Königskinder starten bei null und müssen dem Buckingham-Palast einen Haufen Geld zurückzahlen.

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Für die Existenzgründung in Kanada benötigt Harry mehr Scheine als Münzen. Es wäre an Thomas Markle, der Familie unter die Arme zu greifen. Das kann auch eine nützliche Tätigkeit im Haushalt sein. Irgendwann muss der Rasen gemäht und frisches Bier geholt werden. Außerdem wollen die Hunde ausgeführt und der Abfall mit den Babywindeln geleert werden.

Und Ihr Enkelkind?

Ach, das Baby: Haben Sie ihren Enkel Archie schon einmal in Ihren Armen gehalten? Wollen Sie ihn überhaupt sehen? Das Kind wird bald nach Ihnen fragen. Seinen britischen Opa kennt er ja schon, das ist Prinz Charles mit der unverwüstlichen Camilla. An denen findet Archibald schon große Freude, wie man in den Goldenen Blättern liest. Jetzt fehlen nur noch Sie zum Babyglück. Also, geben Sie sich einen Ruck und feiern Sie Versöhnung statt weiterhin Sprechblasen zu blubbern.

Im Hause Windsor sind solche Dampfplauderer nicht erwünscht. Wenn Sie noch von der Queen empfangen werden wollen, müssen Sie sich schon ein wenig zügeln. Aber vielleicht ist das gar nicht Ihre Welt – der graue Palast in London, die goldenen Kutschen, die Diener in Livree und unter Perücke. Da sind Sie doch eher der Kumpeltyp mit den lockeren Sprüchen.

Sie sind keine Stütze

Lassen Sie die junge Familie am besten in Ruhe. Deren Start wird ohnehin schwierig sein. Und Sie, mein Guter, sind keine Stütze. Vielmehr profitieren Sie noch von dem ganzen Rummel, den Ihre Tochter anrichtete, um einem anderen Rummel zu entgehen. Im Moment wären Meghan und Harry (die neue Rangfolge) dankbar für jeden, der einfach Ruhe gibt. Lieber Thomas, genießen Sie ihr Bier und sagen sie am Besten nichts. Thanks.

Mit freundlichem Gruß,

Uli Fricker