Im Fall der vermissten 15-jährigen Rebecca aus Berlin ist der Haftbefehl gegen ihren Schwager aufgehoben worden. Es gebe beim gegenwärtigen Ermittlungsstand Zweifel am dringenden Tatverdacht des Totschlags, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Berlin mit. Der 27-jährige Mann saß seit Anfang März in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft akzeptierte diese Entscheidung des zuständigen Ermittlungsrichters ohne Widerspruch. Sie sei „im Hinblick auf die gegenwärtig bestehende Beweislage vertretbar“, hieß es. Es werde daher derzeit keine Beschwerde dagegen eingelegt.

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Der Schwager war zweimal von der Polizei festgenommen worden. Im ersten Fall am 28. Februar gab es keinen Haftbefehl. Erst im zweiten Anlauf ordnete ein Richter Anfang März Untersuchungshaft an.

Rebecca war am 18. Februar verschwunden. Die Mordkommission geht davon aus, dass sie getötet wurde. Der Schwager galt schnell als der Hauptverdächtige. Sein Auto war am Tag des Verschwindens von Rebecca und am Abend darauf auf der Autobahn zwischen Berlin und Polen registriert worden.

Die Polizei hatte wochenlang aufwendig Wälder, Straßen und einen See inm Brandenburg mit zahlreichen Einsatzkräften, Booten und Spürhunden abgesucht. Bis jetzt gingen rund 1900 Hinweise bei der Kriminalpolizei ein. (dpa)