Nach der Verpuffung in einem Bergwerk in Teutschenthal in Sachsen-Anhalt sind sämtliche Menschen aus der Grube gerettet worden. „Alle Personen konnten geborgen werden“, teilte die zuständige Polizei in Halle an der Saale am Freitag mit. Durch das Unglück waren zwei Menschen verletzt worden, mehr als 30 weitere befanden sich laut Polizei unter Tage „in einem sicheren Bereich“.

 Grund war nach Polizeiangaben vermutlich ein explosives Gasgemisch, das sich gebildet hatte. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet.

Spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Heute handelt es sich um ein sogenanntes Versatzbergwerk. Dort werden auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Bis in die 1980er Jahre wurden dort Kali und Steinsalze abgebaut.

Für die Grube gebe es spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien, sagte der Abteilungsleiter Bergbau im Landesamt für Geologie und Bergwesen, Uwe Schaar, in Halle. (dpa / AFP)