Nach ihrer glücklichen Rettung hoffen die jungen Fußballer aus Thailand auf die baldige Entlassung aus dem Krankenhaus. Die ersten sollen möglicherweise schon Anfang der kommenden Woche nach Hause dürfen. Inzwischen hat das Team Einladungen aus aller Welt erhalten. Allerdings ist ungewiss, ob alle mitfliegen können: Mindestens zwei der Kicker und auch der Trainer sind keine Thailänder, sondern Staatenlose aus dem Nachbarland Myanmar ohne Reisepass.

Thailändische Soldaten winken einen Lkw mit Hilfsmitteln aus dem Bereich der Tham Luang Höhle. Die letzten Höhlenretter verlassen den Unglücksort in Thailand.
Thailändische Soldaten winken einen Lkw mit Hilfsmitteln aus dem Bereich der Tham Luang Höhle. Die letzten Höhlenretter verlassen den Unglücksort in Thailand. | Bild: AFP

Die letzten der insgesamt 13 Eingeschlossenen hatten am Dienstagabend aus der Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im Norden des Landes befreit werden können. Sie liegen jetzt alle zur Beobachtung im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai. Nach Angaben der Ärzte geht es ihnen gut. Das Team war bei einem Ausflug in die Höhle von Wassermassen überrascht worden. Erst nach 17 Tagen kamen die letzten frei.

Nach dem Erfolg der spektakulären Rettungsaktion, traten auch viele der internationalen Helfer die Heimreise an. Die meisten der mehr als einem Dutzend Spezialtaucher haben Thailand inzwischen wieder verlassen. Die Spezial-Einheit der thailändische Marine wurde in ihrem Heimatstützpunkt groß gefeiert. Zu ihren Ehren wurde ihr Flugzeug bei der Landung mit Wasserwerfern in Empfang genommen.

Entschädigung für toten Taucher

Die Jungen spielen schon seit längerer Zeit im Verein „Wildschweine“ aus der Grenzstadt Mae Sai. In dem Club sind auch Fußballer aktiv, die zur Minderheit der Wa aus dem Nachbarland Myanmar gehören. Weder Myanmar noch Thailand wollten sie bislang als Staatsbürger anerkennen. Inzwischen gibt es eine Debatte, wie das geändert werden kann. Die Armee veröffentlichte ein Video der Rettungsaktion aus dem Inneren der überfluteten Höhle. Zu sehen ist, wie die Taucher mit ihren Schützlingen auf dem Weg nach draußen sind. Die Aktion verlief ohne Verletzte oder gar Todesopfer. Allerdings kam bei den Vorbereitungen ein thailändischer Taucher ums Leben. Seine Familie wurde vom thailändischen Staat nach einem Bericht der „Bangkok Post“ mit 495 000 Baht (etwa 12 750 Euro) entschädigt.

Museum als Erinnerung?

Nach Angaben der Behörden wird jetzt darüber nachgedacht, in der Höhle eine Art Museum zur Erinnerung an die Rettung der Jungen einzurichten. Die Tourismus-Verantwortlichen der Region hoffen, dass auch Urlauber aus dem Ausland kommen werden. Bei der spektakulären Aktion hatten Menschen rund um die Welt mitgefiebert.