• Weibliche Genitalverstümmelung verstößt gegen das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit, verletzt die UN-Kinderrechtskonvention und ist damit Kindesmisshandlung.
  • Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) umfasst die weibliche Genitalverstümmelung "alle Praktiken, bei denen das äußere weibliche Genital teilweise oder vollständig entfernt wird sowie andere medizinisch nicht begründete Verletzungen am weiblichen Genital." Dazu gehören die Entfernung oder Beschädigung der Klitoris und der inneren Schamlippen. Bei der schwersten Form wird die Scheide bis auf ein kleines Loch komplett zugenäht.
  • Die Praktik ist nicht an Religionszugehörigkeit gebunden, sondern hat einen kulturell-traditionellen Hintergrund. Als Hauptbeweggründe gibt die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES (TDF) unter anderem soziale Vorteile wie bessere Heiratschancen und höhres Brautgeld, ästhetische Ideale und mythische Wirkung wie höhere Fruchtbarkeit, Reinheit und einen ausgeglicheneren Charakter der Frau an.
  • UNICEF schätzt, dass weltweit mehr als 200 Millionen Frauen betroffen sind. Die Dunkelziffer könnte laut TDF doppelt so hoch sein, da es bisher nur für den Subsahararaum, Ägypten und den Irak umfassende Studien gibt. Doch in 29 Ländern in Afrika, dem Nahen Osten und Südostasien wird die Praktik traditionell ausgeübt.
  • Auch in Deutschland geht man durch Migration von heimlichen Eingriffen aus. Laut einer Studie (2018) von TDF leben in Deutschland rund 65 000 betroffene Mädchen und Frauen, davon 7404 in Baden-Württemberg. Mindestens 15 500 Mädchen gelten in der Bundesrepublik als gefährdet, in Baden-Württemberg sind es 1425.
  • TERRE DES FEMMES unterstützt Bangr Nooma seit Beginn. Für Aufklärungsarbeit weltweit und in Deutschland sammelt die gemeinnützige Frauenrechtsorganisation Spenden. Weitere Infos im Internet: https://frauenrechte.de