Dabei verursachte er unter anderem einen Unfall mit drei Verletzten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Obwohl der Mann den Ermittlungen zufolge bereits am Samstagvormittag in der Schweiz von der Polizei angehalten worden sei, habe er am Samstagabend seine riskante Fahrt in Deutschland fortgesetzt.

Unterwegs als Geisterfahrer nahe Titisee-Neustadt

In der Nähe von Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) wich nach Angaben der Polizei eine 47 Jahre alte Autofahrerin dem entgegenkommenden Geisterfahrer aus, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Dabei habe sie die Kontrolle über ihr Auto verloren und sei in den Gegenverkehr geraten. Beim Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto eines 19-Jährigen erlitten beide Fahrer und der 55 Jahre alte Beifahrer der Frau leichte Verletzungen und kamen ins Krankenhaus.

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Fahrer kann in Friedrichshafen festgenommen werden

Als Ursache für die gefährliche Fahrweise vermutet die Polizei eine psychische Erkrankung des Mannes. Zahlreiche weitere Verkehrsteilnehmer riefen am Samstag die Polizei. Zeugenberichten zufolge soll der Mann immer wieder auf der Gegenspur von Straßen gefahren sein, um erst im letzten Moment zurück in die eigene Spur zu wechseln. In Friedrichshafen (Bodenseekreis) konnte die Polizei den Fahrer schließlich festnehmen. Führerschein und auch das Fahrzeug des Mannes wurden beschlagnahmt.

Warum die Schweizer Polizei den Mann nach der Kontrolle weiterfahren ließ, war zunächst unklar. Vielleicht habe man den Führerschein dort aus rechtlichen Gründen nicht beschlagnahmen können, sagte ein Sprecher der Polizei. Den Ermittlungen zufolge war der 53-Jährige in der Schweiz in ein geparktes Auto gekracht.

(dpa)