Mitten auf der Autobahn erscheint bei Dunkelheit plötzlich ein Felsbrocken auf der Fahrspur. Darauf richtig zu reagieren, ist schier unmöglich.

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  • Kann ein Autofahrer bei einem solchen Schreckens-Szenario überhaupt noch reagieren? Ob bei dem Unfall überhaupt Zeit blieb für eine Reaktion, ist offen. Und auch wenn noch die Möglichkeit für eine Reaktion angesichts des plötzlich auftauchenden 3,5-Tonnen-Felsbrockens war, würden ohnehin 80 Prozent der Autofahrer in einer solchen Situation nicht richtig reagieren, sagt der Leiter der Abteilung Verkehr und Technik des ADAC Südbaden, Andreas Müller. Daher empfiehlt der Autoclub immer wieder eindringlich die Absolvierung von Fahrtrainings.
  • Ist ein solcher Felsbrocken auf der Autobahn überhaupt zu erkennen? Da es bereits dunkel war und der Felsbrocken durch keine reflektierenden Elemente auffällt, sondern eher noch das Licht verschluckt, gibt es fast keine Chance den Stein zu erkennen. Zumal wenn der Fahrer deutlich über 100 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn unterwegs ist, erklärt Andreas Müller. Erschwerend kommt hinzu, dass der Unfallwagen (Porsche 911, Baujahr 1996) ältere Scheinwerfer hatte, die modernen Lichter um Weiten unterlegen sind.
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  • Welche Rolle spielen die Art der Scheinwerfer? Der Unterschied zwischen älteren Auto-Scheinwerfern, wie bei dem verunfallten Porsche 911, und modernen Xenon-Lichter sind enorm. „Mit heutigen Scheinwerfern ist die Lichtausbeute deutlich größer“, erklärt ADAC-Experte Müller. Herkömmliche Scheinwerfer können bei Abblendlicht etwa ein Strecke von 50 bis 70 Meter ausleuchten. Moderne Xenon-Lichter dagegen gut 150 bis 200 Meter.
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  • Wenn Zeit für eine Reaktion bleibt, was sollen Autofahrer in einer solchen Situation tun? Wenn möglich, so Andreas Müller, sollten Autofahrer bei Erkennen eines Felsbrockens, wie er auf der A81 auf der Fahrspur lag, abrupt und mit voller Kraft den Fuß auf das Bremspedal drücken. „Viele steigen nicht voll auf das Pedal, aus Angst dabei etwas kaputt zu machen. Doch das ist Unsinn. Das muss ein Auto aushalten“, so Müller. Dem Hindernis selbst sollte man dann auf jeden Fall ausweichen. „Lieber fünf Mal um die eigene Achse drehen, als frontal auf den Stein fahren“, rät Andreas Müller eindringlich. (dba)
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