Jeder kennt die Szene: Eine Joggerin läuft am Waldrand entlang, ein freilaufender Hund kommt ihr entgegen, der Halter ist schon hunderte Meter voraus und hat sein Tier gar nicht im Blick. Die Angst bei der Läuferin, wie der fremde Hund auf sie reagieren wird, beeindruckt den Besitzer wenig: "Der macht nichts." Mag sein – aber das weiß die Joggerin erst, wenn sie an dem Hund vorbei ist, der da auf sie zustürmt.

Dabei sollte es eigentlich selbstverständlich sein, den eigenen Hund zu sich zu rufen, wenn sich ein Fremder nähert. Schlicht und ergreifend aus Rücksichtnahme. Aber auch, weil das Tier möglicherweise anders reagiert als sonst: "Das hat er noch nie gemacht", kommt dann, wenn es schon zu spät ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Lösung ist einfach: Wer einen Hund haben möchte, sollte sich auch über die Pflichten als Hundehalter bewusst werden. Der richtige Umgang mit dem Hund und dessen Gehorsam sind dafür eine wichtige Grundlage.

Deshalb wäre es wünschenswert, Hundebesitzer bei der Anschaffung eines Welpen zum Besuch einer Hundeschule und dem Ablegen einer Begleithundeprüfung anzuhalten. Spaziergänger, Wanderer und Jogger könnten aufatmen, Hundehalter ebenfalls, weil sie ihr Tier im Griff haben.

Dies ist kein Appell für Leinenpflicht – Hunde sollten trotzdem frei herumtoben dürfen. Aber eben unter Rücksichtnahme auf die Mitmenschen.

Übrigens stammen diese Zeilen von einer Frau, die selbst mit Hunden aufgewachsen ist. Das Problem liegt meist ohnehin nicht bei den Tieren, sondern bei ihren Besitzern.