Ryan ist sieben Jahre alt, lacht viel, liebt Spielzeug – und ist deswegen Multimillionär. Zu verdanken hat er das seinem YouTube-Kanal "Ryan ToysReview" (Ryan Spielzeug-Beurteilungen). Das Magazin Forbes hat ihn gerade zum bestverdienenden YouTuber der Welt gekürt. Umgerechnet knapp 19,5 Millionen Euro soll Ryan dieses Jahr in sein Sparschwein stecken dürfen. 17 Millionen Menschen haben seinen Kanal abonniert, seine Videos haben zusammengezählt 26 Milliarden – ja, tatsächlich Milliarden – Aufrufe.

Ryans Videos tragen so klangvolle Namen wie "Ryan verschwindet durch ein geheimes Portal im Haus an den Nordpol" oder "Ryan findet eine geheimen Schatztruhe mit Überrschungs-Spielzeugen im Schwimmbecken". Sein Geld verdient der Mini-Multi-Millionär aber nicht nur mit Werbung und bezahlten Links in seinen Videos, sondern auch mit eigenen Produktlinien, die in großen US-Handelsketten wie Walmart vertrieben werden.

Die Erwachsenen haben das Nachsehen

Ryan ist nicht nur der fleischgewordene Traum eines jeden Marketing-Menschen, der Spielzeug an Kinder bringen will. Er stellt mit seinem Verdienst auch alle erwachsenen YouTube-Kollegen in den Schatten. Hinter ihm rangiert mit gut 19 Millionen Euro im Jahr Jake Paul – der Songs rappt und Streiche spielt. Auch er vertreibt natürlich seine eigene Produktlinie. Auf Platz drei landen "Dude Perfect" mit gut 18 Millionen Euro Jahresverdienst – die auf ihrem Kanal Stunts und Trickwürfe zeigen. Unter den ersten Zehn finden sich zudem gleich fünf YouTube, die Millionen damit machen, dass sie Videospiele spielen, sich dabei filmen und darüber erzählen.

Eine geplante Karriere

Hinter Ryans finanziellem Erfolg stehen seine Eltern. Der Spielkasten-Krösus war vier Jahre alt, als seine Mutter ihn das erste Mal beim Spielen filmte und das Video auf YouTube setzte. Sein Vater erklärte, dass man anfangs gezielt auf Spielzeuge setzte, die bei Testvideos anderer Kanäle bei vielen Zuschauern gut ankamen. Eine geplante Karriere. Die Eltern sehen sich trotzdem als Beschützer von Ryans Privatspähre: Wohnort und Nachnamen des Jungen bleiben immerhin geheim. Mittlerweile finanziert der Siebenjährige seine Familie: Seine Mutter gab ihren ursprünglichen Job als Chemie-Lehrerin auf und arbeitet mittlerweile Vollzeit für den Kanal.