Um die eigenen Daten sicherer zu machen, gibt es viele Ansätze. Doch manche Dinge, die Sicherheit versprechen, sind für normale Nutzer überflüssig. Dadurch können sie sogar gefährlich werden: Sie gaukeln dem Nutzer eine Sicherheit vor, die sie überhaupt nicht garantieren.

Viren-Scanner für's Handy

Sie sind oft weitgehend wirkungslos. "Damit sie effektiv arbeiten könnten, bräuchten sie Kontrollmöglichkeiten über das Handy, die ihnen die Hersteller aus Sicherheitsgründen erst gar nicht einräumen", sagt Experte Marcel Waldvogel. Sicherer machen sie das Mobilgerät nicht.

Sicherheits-Siegel

Online-Shops werben oft mit einer bunten Vielfalt von Siegeln, die Datensicherheit garantieren sollen. "Sie sind oft aber nichts wert", so Waldvogel. Von deutschen Datenschützern empfohlen werden nur vier Siege: Das "Trusted Shops"-Siegel, das Safer-Shopping-Siegel des TÜV SÜD, das ips-Gütesiegel und das EHI-Siegel.

VPN-Dienstleister

Kostenpflichtige Dienstleister wie NordVPN oder HideMyAss versprechen mehr Sicherheit im Internet. VPN-Dienstleister sorgen dafür, dass die eigene IP-Adresse verschleiert wird, also der digitale Fingerabdruck im Netz. Somit verwischt man zwar seine Spuren beim Surfen. "Wenn man belastete Software herunterlädt oder Benutzerkonten anlegt, war es das mit Anonymität und Sicherheit aber auch schon", sagt Waldvogel. Für Normalnutzer sind die Dienste deswegen zumindest aus Sicherheitsgründen nicht nötig.