10. Emomalij Rhamon (seit 1994)

10. Emomalij Rhamon
10. Emomalij Rhamon | Bild: dpa

Emomalij Rhamon wurde vor 25 Jahren zum Präsidenten der ehemaligen Sowjetrepublik Tadschikistan gewählt. Er steht international wegen der Missachtung von Menschenrechten, Vetternwirtschaft und Korruption in der Kritik. Rhamon, der selbst Moslem ist, unterzeichnete 2011 laut Neuer Züricher Zeitung ein Gesetz, das Jugendlichen unter 18 Jahren den Besuch von Moscheen verbietet. Als Grund gilt die Furcht vor einem wachsenden Islamismus.

9. Isayas Afewerki (seit 1993)

9. Isayas Afewerki
9. Isayas Afewerki | Bild: afp

Isayas Afewerki ist seit 26 Jahren Präsident des 1993 gegründeten Staats Eritrea. Zuvor kämpfte er für die Unabhängigkeit Eritreas von Äthiopien. Von Amnesty International wurden wiederholt Verletzungen gegen Menschenrechte angeprangert. Reporter ohne Grenzen bezeichnete den Machthaber in der Vergangenheit als „mitleidlosen Diktator“.

8. Idriss Déby (seit 1990)

8. Idriss Déby
8. Idriss Déby | Bild: dpa

Als Anführer einer Rebellion setzte Idriss Déby vor 29 Jahren den amtierenden Präsidenten ab und wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Seitdem sah er sich selbst mehreren Rebellionen gegenüber. Für Aufsehen erregte ein Aufstand im Jahr 2006, als 500 Rebellen in die Hauptstadt einmarschierten, aber in eine Falle der Regierungstruppen gerieten. Die französische Luftwaffe hatte die Regierung durch Aufklärungsflüge unterstützt.

7. Ali Chamene'i (seit 1989)

7. Ali Chamene‘i
7. Ali Chamene‘i | Bild: afp

Als Oberster Führer hält Ali Chamene'i seit 30 Jahren die politischen und religiösen Zügel des Irans in der Hand. Er gilt als Bezweifler des Holocausts und als Gegner des Staats Israel. 2003 gab er laut Asian Times eine Fatwa – eine Rechtsauskunft – aus, die die Produktion, Lagerung und Nutzung von Massenvernichtungswaffen verbietet. Deren Echtheit ist aber umstritten.

6. Mswati III. (seit 1986)

6. Mswati III.
6. Mswati III. | Bild: afp

Mswati III. ist seit 33 Jahren König von Eswatini, ehemals Swasiland. Er praktiziert Polygamie und hat 14 Ehefrauen und 35 Kinder. Laut Amnesty International hat der König wiederholt Menschenrechte gebrochen. Darunter das Recht von Frauen und Mädchen, nicht willkürlich festgehalten und zwangsweise verheiratet zu werden. Anlässlich seines 50. Geburtstags benannte er das Land offiziell um.

5. Yoweri Museveni (seit 1986)

5. Yoweri Museveni
5. Yoweri Museveni | Bild: afp

Yoweri Museveni ging vor 33 Jahren als Gewinner eines Bürgerkriegs in Uganda hervor und übernahm das Präsidentenamt. International wird Museveni wegen der Unterdrückung von politischen Gegnern kritisiert, aber auch für eine erfolgreiche AIDS-Kampagne gelobt, in der sowohl Enthaltsamkeit als auch die Nutzung von Kondomen beworben wurde.

4. Teodoro Obiang Nguema Mbasogo (seit 1979)

4. Teodoro Obiang Nguema Mbasogo
4. Teodoro Obiang Nguema Mbasogo | Bild: afp

Seit 40 Jahren regiert Teodoro Obiang Nguema Mbasogo als Präsident des afrikanischen Staats Äquatorialguinea auf diktatorische Weise. Seiner Machtergreifung ging ein Putsch gegen seinen Onkel und dessen anschließende Ermordung voraus. Für Aufsehen sorgte laut BBC eine Erklärung des staatlichen Radiosenders, der Obiang als Gott des Landes ausrief, der Gewalt über alle Menschen habe und ungestraft töten dürfe.

3. Paul Biya (seit 1975)

3. Paul Biya
3. Paul Biya | Bild: afp

Kameruns Präsident Paul Biya steht seit 44 Jahren mit an der Spitze seines Landes. Von 1975 bis 1982 war er Premierminister, danach wurde er Präsident. Seine Kritiker werfen ihm vor, zu distanziert zu sein und die Opposition bezichtigte ihn wiederholt des Wahlbetrugs. 2017 wurden Berichte öffentlich, die sein Regime massiver Menschenrechtsverletzungen – darunter Mord und Vergewaltigungen durch Polizisten – im Süden des Landes beschuldigen.

2. Qabus ibn Said (seit 1970)

2. Qabus bin Said
2. Qabus bin Said | Bild: afp

Durch einen Staatsstreich gegen seinen Vater wurde Qabus ibn Said vor 49 Jahren Sultan von Oman. Er regiert das Land als absoluter Monarch, ernennt Minister und Richter und erlässt Gesetze per Dekret. Der 78-Jährige hat keine Kinder. Seinen Erben ernannte er in einem geheimen Dokument, das nach seinem Tod inkraft treten soll, falls sich die Königsfamilie nicht selbst auf einen Nachfolger einigen kann.

1. Hassanal Bolkiah (seit 1967)

1. Hassanal Bolkiah
1. Hassanal Bolkiah | Bild: afp

Der am längstem amtierende Staats- oder Regierungschef mit politischer Macht ist Bruneis Sultan Hassanal Bolkiah. Er regiert seit 52 Jahren. Zudem ist er derzeit der am zweitlängsten amtierende Monarch – hinter Königin Elisabeth II. Der Sultan steht international unter anderem für die Einführung der Todesstrafe für Homosexualität und Ehebruch in der Kritik.

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