Brücken schlagen ist traditionell eine beliebte Form der Urlaubsplanung. Mit geschicktem Timing ergibt ein Urlaubstag bis zu vier freie Tage. Nutzen Sie auch im kommenden Jahr die möglichen Brückentage ideal aus. Unsere Devise lautet: Mit wenigen Urlaubstagen möglichst viele freie Tage am Stück sichern. Dass es dafür auch 2019 reichlich Gelegenheit gibt, zeigt unsere Übersicht. 

Die gute Nachricht: Die meisten an ein Datum gebundenen Feiertage liegen arbeitnehmerfreundlich in der Woche. Lediglich der 6. Januar, Heilige Drei Könige, fällt auf einen Sonntag. 

Ostern

Feste Größe im Brückentage-Kalender ist Ostern. Nehmen Beschäftigte die vier Tage vor Karfreitag (19. April 2019) frei, haben sie bis Ostermontag insgesamt zehn freie Tage am Stück. 

Tag der Arbeit

Der Tag der Arbeit am 1. Mai fällt 2019 auf einen Mittwoch. Das bedeutet: Zwei Urlaubstage ergeben insgesamt fünf freie Tage.

Christi Himmelfahrt

Immer gut für ein verlängertes Wochenende ist Christi Himmelfahrt (30. Mai 2019): 40 Tage nach Ostern fällt dieser bundesweite Feiertag verlässlich auf einen Donnerstag.

Pfingsten

Auch Pfingsten bietet sich dank des freien Pfingstmontags (10. Juni 2019) an, um einen etwas längeren Urlaub einzuplanen.

Fronleichnam

Immer donnerstags ist Fronleichnam (20. Juni). Also auch 2019 für Arbeitnehmer die ideale Möglichkeit, sich eine bequeme Brücke über das Wochenende zu bauen.  

Tag der Deutschen Einheit

2019 lohnt sich auch der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) - ein Donnerstag - für eine gelungene Brücke. Mit einem Urlaubstag gibt's ein verlängertes Wochenende über insgesamt vier Tage.

Allerheiligen

Allerheiligen (1. November) fällt auf einen Freitag. Ein langes Wochenende ist also auch ohne Brücke garantiert.

Weihnachten/Silvester

Besonders gut lassen sich 2019 die Weihnachtstage nutzen. Sie fallen auf einen Mittwoch und Donnerstag. Heiligabend am Dienstag ist zwar ein Arbeitstag. In vielen Firmen müssen Angestellte aber nur einen halben Tag freinehmen. Im Idealfall kommen Beschäftigte rund ums Fest also mit zweieinhalb Urlaubstagen auf neun freie Tage inklusive der Wochenenden.

Und wer zwei Tage mehr investiert, kommt sogar auf insgesamt zwölf freie Tage. Denn der Neujahrstag 2020 fällt auf einen Mittwoch. Eine gute Möglichkeit, um eine Brücke ins neue Jahr zu schlagen.

Wer darf zuerst? So ist die Rechtslage rund um Brückentage

In Belegschaften sind die Brückentage natürlich begehrt. Dass es auch mal Konflikte geben kann, ist klar. Wie ist dann die Rechtslage? Prinzipiell gilt: Der Arbeitgeber muss beantragten Urlaub gewähren und hat zu begründen, wenn er das nicht macht. Oft können aber nicht beliebig viele Mitarbeiter gleichzeitig wegbleiben, weil sonst der Betriebsablauf gestört wird.

Dann muss die Firma eine Entscheidung treffen. Dafür gibt es verschiedene Kriterien, die denkbar sind. „Oft gilt der Grundsatz: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sagt Manuela Beck, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln.

Welcher Urlaubsanspruch ist sozial schutzwürdiger?

Gibt es dennoch Zwist, entscheidet der Arbeitgeber. Ein wichtiges Kriterium ist die Frage, welcher Urlaubsanspruch sozial schutzwürdiger ist - diese Umschreibung steht auch im Gesetz. „Das können Kriterien wie schulpflichtige Kinder sein“, sagt Beck.

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Tom Nebe vom 29. Oktober 2018: Entspannung vorausplanen: Wen Arbeitnehmer Brückentage clever nutzen, können sie sich mit wenigen Urlaubstagen möglichst viel freie Zeit am Stück sichern. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Wen Arbeitnehmer Brückentage clever nutzen, können sie sich mit wenigen Urlaubstagen möglichst viel freie Zeit am Stück sichern. | Bild: Christin Klose (dpa-tmn)

Gleichzeitig müsse auch eine gewisse Ausgewogenheit hergestellt werden, erklärt die Anwältin. Wer zum Beispiel in der Vergangenheit immer Urlaub über Ostern hatte, muss sich eventuell mal hinten anstellen.

Ein Tipp der Expertin: Wer bestimmte Gründe für seinen Urlaub hat, sollte diese in seinem Antrag auch angeben. Nur dann kann der Arbeitgeber sie bei der Entscheidung berücksichtigen.

(Mit Material von dpa)

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.