Mit diesem Urteil liegt der Bundesgerichtshof richtig. Die Verpflichtung, bei einem Unfallprozess zu einer gerechten Entscheidung zu kommen, wiegt schwerer als der Anspruch auf Datenschutz. Die Dashcam leistet also der Rechtssicherheit einen guten Dienst – und damit auch der Verkehrssicherheit. Denn ein Straßenrüpel muss künftig damit rechnen, dass sein Verhalten dokumentiert und gegen ihn gewendet wird. Genauso kann eine Aufnahme auch dem Dashcam-Fahrer schaden. Das sollte man wissen.

Verboten bleibt indes, die Kamera ständig mitlaufen zu lassen. Um sich gar nicht erst der Gefahr auszusetzen, dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden, ist der Kauf einer "Crash-Cam" die bessere Alternative. Denn hier wird das Unfallgeschehen nur in einem engen Zeitfenster aufgezeichnet. Das dürfte auch die Autobauer interessieren. Denn was spricht dagegen, die Kamera künftig gleich einzubauen? Vor allem Vielfahrer werden den kleinen Aufpreis gerne bezahlen.