Ein Projekt prüft Strategien gegen das Unkraut im Obstbau, ein anderes hilft bei der Elektrifizierung der Hochrheinstrecke und wieder ein weiteres will die Lebensbedingungen von Insekten verbessern: Die Region am Bodensee profitiert von zahlreichen Vorhaben, die von der Europäischen Union gefördert werden.

Auch die Elektrifizierung der Hochrhein-Bahn wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt.
Auch die Elektrifizierung der Hochrhein-Bahn wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt. | Bild: Heinz Huber

Der Großteil der Gelder komme aus dem Interreg-Programm "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein", heißt es beim Staatsministerium Baden-Württemberg. Für die derzeit laufende Förderperiode zwischen 2014 und 2020 stünden allein daraus insgesamt 39,5 Millionen Euro EU-Mittel zur Förderung von grenzüberschreitenden Projekten zur Verfügung.

Eines davon ist beispielsweise die Wiederansiedlung von Waldrappen im Alpenraum. Das Projekt hat bereits 2017 begonnen und wenn alles gut läuft, könnten die ersten Vögel bereits ab 2020 etwa in den Sandsteinfelsen von Überlingen am Bodensee brüten.

Hinweisschilder wie dieses weisen auf Projekte hin, die mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wurden.
Hinweisschilder wie dieses weisen auf Projekte hin, die mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wurden. | Bild: Roland Weihrauch/dpa

Aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung fließt auch Geld in das Projekt "DiagNET", das neue Diagnoseverfahren erforscht. Damit sollen in Zukunft Schnelltests die medizinische Versorgung in ländlichen Gegenden verbessern.  

Zusammenarbeit von rund 30 Hochschulen

Die Fördermittel kommen auch der Internationalen Bodenseehochschule (IBH) als größtem hochschulartenübergreifendem Verbund Europas zu Gute. Zur IBH gehören rund 30 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz, die in Forschung, Lehre und Transfer zusammenarbeiten.

Markus Rhomberg ist der Leiter der Geschäftsstelle der Internationalen Bodensee-Hochschule.
Markus Rhomberg ist der Leiter der Geschäftsstelle der Internationalen Bodensee-Hochschule. | Bild: Ulrike Sommer

"Ohne die EU gäbe es die IBH und ihre Förderlinien in der heutigen Form gar nicht", sagt der Leiter der Geschäftsstelle, Markus Rhomberg.

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Das zeige sich insbesondere in den "IBH-Labs". In diesen forschen die Hochschulen beispielsweise zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel in der Bodenseeregion oder auch zu Innovation und Digitalisierung. Dafür stehen aus dem Interreg-Programm insgesamt 6,2 Millionen Euro bereit, die zu rund zwei Dritteln aus der EU und zu einem Drittel aus der Schweiz kommen. (dpa)