David Hasselhoff

David Hasselhoff
David Hasselhoff | Bild: Frederick M. Brown

Für David Hasselhoff läuft es aktuell richtig gut. Erst Ende Juli heiratete der 66-jährige Knight-Rider-Star die 27 Jahre jüngere walisische Verkäuferin Hayley Roberts, die er vor sieben Jahren kennenlernte. Für den Schauspieler, der von 1984 bis 1989 mit seiner Schauspielkollegin Catherine Hickland und von 1989 bis 2006 mit seiner Schauspielkollegin Pamela Bach verheiratet war, ist es bereits die dritte Ehe.

Doch auch "The Hoff" hatte in seinem Privatleben mit schweren Abstürzen zu kämpfen. Im Jahr 2004 wurde die Ikone der 80er und 90er Jahre betrunken am Steuer seines Autos gestoppt. Nach einer Nacht im Gefängnis und der Zahlung einer Kaution von 15000 Dollar ließen die Beamten ihn wieder frei. Zwei Jahre später erhielt Hasselhoff aufgrund von übermäßigen Alkoholkonsums einen Platzverweis in Wimbledon.

Vielen seiner Fans ist jedoch besonders das traurige Video des Schauspielers in Erinnerung geblieben, das im Jahr 2007 auf der Internetplattform YouTube veröffentlicht wurde. Das Video zeigt, wie der volltrunkene Hasselhoff sich am Rand eines Pools wälzt und versucht, einen Cheeseburger zu essen. Das Video wurde von Tochter Taylor-Ann produziert und war eigentlich ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Der Speicherchip der Kamera wurde jedoch von einer der Familie bekannten Person gestohlen und ohne das Wissen des Schauspielers veröffentlicht.

Nach der Veröffentlichung des Videos bekannte sich Hasselhoff zu seinem Alkoholismus und verkündete, dass er alkoholkrank sei. Auslöser für den Alkoholkonsum waren ausbleibende Erfolge Mitte der 90er Jahre. 2009 wurde er erneut mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingewiesen. Nach Aussagen seiner Ex-Frau Pamela Bach sei der Schauspieler dabei nur knapp dem Tode entgangen. Auch die Schauspielerin galt zum Zeitpunkt der Scheidung im Jahr 2006 als kokainabhängig.

 

Harald Juhnke

Harald Juhnke
Harald Juhnke | Bild: Frank Kleefeldt

Der Schauspieler, Sänger und Entertainer verstand es, das Publikum zu begeistern. Bekanntheit erlangte das 2005 verstorbene Multitalent in den 70er Jahren in der ZDF-Serie "Ein verrücktes Paar" und durch die Moderation der Fernsehshow "Musik ist Trumpf". Doch auch Juhnke hatte in seinem Privatlebebn mit Abstürzen zu kämpfen.

Der Alkoholkonsum des Schauspielers wurde erstmals 1959 bekannt. Durch die Berichterstattung in den Medien nahm die Öffentlichkeit an Juhnkes Alkoholkrankheit regen Anteil. Der Entertainer wurde wegen Trunkenheit am Steuer, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung und Beleidigung zu sieben Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Nachdem er vier Monate später wegen guter Führung entlassen wurde, verzichtete er fortan auf einen Führerschein. Die schweren Alkoholabstürze blieben jedoch nicht aus. Häufig setzten diese auch in Phasen großer Erfolge Juhnkes ein.

Im Jahr 1981 verlor Juhnke seine TV-Show "Musik ist Trumpf", da das ZDF der Ansicht war, auf den Moderator sei kein Verlass mehr. In den 80er Jahren war Juhnke Werbeträger für Buttermilch und spielte gezielt auf den Konsum alkoholfreier Getränke als Alternative für ihn an.

In den 90er Jahren sorgte der Schauspieler erneut für negative Schlagzeilen. Im Januar 1996 verpasste er einer Reporterin, die mit einem Fernsehteam vor seinem Haus wartete, am Gartenzaun eine Ohrfeige. Ein Jahr später hielt er sich in Begleitung seines Sohnes Oliver im Mondrian-Hotel in Los Angeles auf, wo Juhnke zu Dreharbeiten für die ARD-Serie "Klinik unter Palmen" weiterreisen wollte.

Unter Alkoholeinfluss schlug er in der Lobby zunächst anwesende Touristen und dann seinen Sohn. Dem Schauspieler wurde vorgeworfen, einen dunkelhäutigen Wachmann, der Juhnke zu seinem Zimmer geleitet hatte, einen "dreckigen Nigger" genannt und geäußert zu haben, dass dieser unter Adolf Hitler vergast worden wäre. Der Vorfall führte zu internationalem Aufsehen und wurde aus der Politik verurteilt.

Im Jahr 1999 kehrte Juhnke nach einer Pause im Berliner Friedrichstadtpalast zunächst für eine halbe Stunde nicht auf die Bühne zurück. Stattdessen trat als Gast die afroamerikanische Jazzsängerin Jocelyn B. Smith auf, die von ungefähr hundert der zweitausend Fans ausgepfiffen wurde. Der Entertainer betrat zunächst für ein Duett mit der Sängerin die Bühne, brach das Konzert aufgrund der Pfiffe dann aber ab und unterstellte dem Publikum Rassismus.

Im Jahr 2000 wurde Juhnke in einem Hotel in Baden bei Wien aufgefunden, wo er sich für Dreharbeiten aufhielt. Bei ihm wurde das Korsakow-Syndrom, eine Form der Amnesie, diagnostiziert. Der Schauspieler lebte fortan in einem Pflegeheim

 

Mike Tyson

Mike Tyson
Mike Tyson | Bild: Bartlomiej Zborowski

Mike Tysons Karriere war schon immer außergewöhnlich: Mit 18 Jahren wurde er Profiboxer, zwei Jahre später der jüngste Schwergewichts-Champion, mit 21 hatte er bereits die Meistergürtel aller drei Weltverbände. Aufgrund seines aggressiven Boxstils und seiner harten Schläge hatte er schnell einen Spitznamen unter seinen Fans: „Iron Mike“.

Beim Betrachten seiner Karriere darf es also nicht verwundern, wenn schnell die Anzahl der Knock-outs seiner Gegner zur Sprache kommt: Von seinen 58 Kämpfen gewann Mike Tyson 44, indem er seine Kontrahenten auf die Bretter schickte.

So steil wie seine Laufbahn begann, so tief war später auch sein Fall: Sex-, Alkohol- und Drogensucht machen ihn zu schaffen. Er sitzt mehrere Male im Gefängnis: 1992 wird er von einer Kandidatin der Miss-Black-America-Wahl beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Ein Gericht verurteilt ihn daraufhin zu sechs Jahren Haft, wobei drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurden. Ein weitere Gefängnisstrafe folgte 1999 wegen Körperverletzung: Ursprünglich sollte er ein Jahr in Haft, doch nach knapp vier Monaten wurde er wieder entlassen. Tyson bekam Hausarrest und musste sich in psychologische Behandlung begeben.

Ein Negativereignis ist wohl vielen in Erinnerung geblieben: Der Ohrbiss im Kampf gegen Evander Holyfield vor über 21 Jahren. Tyson sagte damals Holyfield hätte ihn im Ring permanent provoziert. Daraufhin sei er rasend vor Wut geworden und habe die Kontrolle verloren und zugebissen. Nach seiner Beißattacke wurde er disqualifiziert. Erst zwölf Jahre später kam es zur Versöhnung der beiden Profiboxer.

Nach der Aktion ging es für Tyson unaufhaltsam bergab: Zu seinen Eskapaden gesellten sich nun auch Geldsorgen. Im Juni 2003 erklärte Tyson zwar seinen Rücktritt, jedoch auch gleichermaßen seinen Bankrott. Das trieb ihn 2005 zu einem Comebackversuch: Er bestritt einen letzten Kampf gegen den irischen Boxer Kevin McBride. Der Kampf wurde mittendrin abgebrochen: Tyson gingen die Kräfte aus. Ende 2005 will er sein gesamtes Vermögen von knapp 100 Millionen Dollar ausgegeben haben.

Schließlich rettet ihn eine alte Freundin: Naomi Campbell. Sie verhalf ihn zu neuem Lebensmut. Er begann einen Drogenentzug und ergatterte 2009 eine Rolle in der erfolgreichen Komödie „Hangover“. In einem Interview für den Spiegel sagte er später: „Ich trinke keinen Alkohol, rauche nicht, nehme keine Drogen. Ich wiege 100 Kilogramm, vor zwei Jahren waren es noch 160. Ekelhaft. Ich war das Gegenteil von dem, was ich jetzt bin.“

 

Whitney Houston

Whitney Houston
Whitney Houston | Bild: Patrick Seeger

Whitney Houston hatte in ihrer Karriere etwas Großes geschafft: Sie konnte als erste schwarze Popsängerin mit ihrer Stimme auch weiße US-Amerikaner beeidnrucken. In der Folge schaffte sie es in das alltägliche Programm des Musiksenders MTV. Sie bekommt einen bedeutenden Spitznamen: "Queen of Pop". Ein solcher Name war bis adto nur einer anderen Popgröße vorbehalten: Michael Jackson, dem "King of Pop". Diese Entwicklung hatte ihren Preis.

Vor ihrer großen Karriere sang sie mit elf Jahren im Kirchenchor, trat schon im Teenageralter auf. Houston sang für Low Rawls und Jermaine Jackson – nebenbei modelte sie. Im Jahr 1985 erschien ihr erstes Soloalbum: Sie bekam in der Folgezeit ihren ersten von insgesamt sechs Grammys.

1992 heiratet sie den R&B-Sänger Bobby Brown. Ihre Karriere erfährt erste Risse: Ihr frischgebackener Ehemann wird handgreiflich, beide konsumieren Drogen. Musik spielte für sie nur noch eine untergeordnete Rolle. Im Millenium-Jahr soll sie bei der Oscar-Verleihung singen, doch sie Houston verliert den Job: Die Sängerin kommt berauscht zu den Proben. In der Öffentlichkeit fällt sie nicht mehr wegen ihrer Stimmgewalt, sondern ihrem Drogenkonsum auf. 2006 zwingt sie ihr Mutter zu einer Entziehungskur.

Das letzte Album folgt drei Jahre später: Es erhält wohlwollende Kritiken. Die anschließende Tour entwickelt sich jedoch zum Desaster: Bei einem Konzert in Berlin versagt ihre Stimme mehrfach, Zuschauer verlassen daraufhin vorzeitig die Veranstaltung. In Hamburg zeigt sie nochmal das enorme Potenzial ihrer Stimme. Im Mai 2011 begibt sie sich erneut in eine Entzugsklinik. Neun Monate später stirbt Whitney Houston im Alter von 48 Jahren in einem Hotel in Beverly Hills.