Zehntausende Wiesn-Besucher haben am Samstagmorgen das Festgelände des Münchner Oktoberfests gestürmt. Kurz nach 9.00 Uhr - minimal verspätet und drei Stunden vor dem offiziellen Festbeginn - öffneten Ordner die Zugänge. Lautsprecherdurchsagen verkündeten in den Sprachen Deutsch, Englisch und Bairisch: „Liebe Festgäste, willkommen auf dem Oktoberfest. Wir öffnen jetzt das Festgelände.“ Viele hatten stundenlang auf den Moment gewartet und eilten im Laufschritt zu den Bierzelten. An die Bitte, nicht zu rennen, hielt sich kaum jemand.

Auftakt zum Oktoberfest. Die ersten Wiesnbesucher rennen nach dem Einlass zu den Festzelten.
Auftakt zum Oktoberfest. Die ersten Wiesnbesucher rennen nach dem Einlass zu den Festzelten. | Bild: Sven Hoppe/dpa

In den Zelten müssen sich die Gäste aber noch eine Zeit lang gedulden, bis sie ihren Durst stillen können: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wird planmäßig um 12.00 Uhr das erste Fass anzapfen. Die erste Maß bekommt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Erst danach gibt es Bier für alle.

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Am Haupteingang herrschte gute Stimmung. Fangesänge schallten den Security-Leuten entgegen. Die ersten Gäste warteten schon seit 4.30 Uhr am Haupteingang. „Haben gleich die erste S-Bahn genommen“, sagte Felix Stenglein aus Eichenau. Eine andere Schülergruppe war direkt aus einem Club gekommen: „Geschlafen haben wir nicht“, sagte einer.

Auftakt zum Oktoberfest. Ein Schild mit der Aufschrift „Bierpreis 11,75 Euro“ ist in einem Festzelt zu sehen.
Auftakt zum Oktoberfest. Ein Schild mit der Aufschrift „Bierpreis 11,75 Euro“ ist in einem Festzelt zu sehen. | Bild: Sven Hoppe/dpa

Münchner S-Bahn wieder um Oktoberfest-Modus

Pünktlich zum Start des Oktoberfests am Samstag hat die für Ausfälle und Verspätungen viel gescholtene Münchner S-Bahn wieder auf Wiesn-Betrieb umgestellt. An der Haltestelle Hackerbrücke, die der Theresienwiese am nächsten gelegen ist, weisen Durchsagen speziell auf das größte Volksfest der Welt hin. Zunächst eine Frauenstimme auf Deutsch – mit bairischem Dialekt versteht sich -, die auch an die Folgen von zu viel Alkohol zu denken scheint: „Denkts dro“, rät sie, die S-Bahn bringe die Gäste auch wieder nach Hause. Dann folgt eine Männerstimme für die internationalen Wiesnbesucher: „Alight here for Oktoberfest. Have a pleasant stay and lots of fun.“

Ein Schild mit der Aufschrift „Willkommen zum Oktoberfest“ hängt über dem Eingang zur Wiesn. Gut sechs Millionen Gäste aus aller Welt werden bis zum 6. Oktober auf der Theresienwiese erwartet
Ein Schild mit der Aufschrift „Willkommen zum Oktoberfest“ hängt über dem Eingang zur Wiesn. Gut sechs Millionen Gäste aus aller Welt werden bis zum 6. Oktober auf der Theresienwiese erwartet | Bild: Felix Hörhager/dpa

Getoppt werden die Durchsagen in der S-Bahn allerdings traditionell für Passagiere der U-Bahn: In einem Glaskasten mitten in der Station Theresienwiese arbeitet seit Jahren zur Wiesnzeit ein Ansager, der mit flotten Durchsagen die Abertausenden Fahrgäste animiert, möglichst zügig ein- und auszusteigen. Zum Oktoberfest werden auch heuer wieder rund sechs Millionen Gäste erwartet; etliche von ihnen dürfen nach einem Besuch auf dem Festgelände selbst kein Auto fahren.

Jedes Bierzelt ein bisschen anders – eine Wiesn-Zeltkunde

In allen Bierzelten auf dem Münchner Oktoberfest wird gefeiert, geflirtet und getrunken. Doch es gibt – zumindest nüchtern betrachtet – deutliche Unterschiede. Eine Zeltkunde:

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(dpa)