Der mutmaßliche Täter vertrete offenbar rechtsextreme und ausländerfeindliche Ansichten, sagte der leitende Ermittler Rune Skjold am Sonntag vor Journalisten in Oslo.

Der schwer bewaffnete Attentäter hatte am Samstag eine Moschee in Bärum, einem Vorort der Hauptstadt Oslo, angegriffen und einen Gläubigen verletzt. Zum Zeitpunkt der Attacke befanden sich nur drei Menschen in der Al-Nur-Moschee, wie der Leiter des Gotteshauses, Irfan Mushtaq, sagte. Den Angreifer beschrieb er in norwegischen Medien als „weißen Mann“, der ein Gewehr und mehrere Pistolen bei sich gehabt habe.

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Der Mann habe einen Helm, eine kugelsichere Weste und eine Uniform getragen. Er habe eine Scheibe eingeschlagen, bevor er um sich geschossen habe, sagte Mushaq. Der Angreifer wurde von einem der anwesenden Gläubigen überwältigt, der leichte Verletzungen davontrug. Wenige Stunden nach der Tat wurde in einem Haus in Bärum die Leiche einer Frau gefunden. Bei ihr handelt es sich den Polizeiangaben zufolge um eine Verwandte des mutmaßlichen Moschee-Angreifers. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes ein.

In Norwegen hatte sich bereits im Juli 2011 einer der schwersten rechtsextremen Anschläge überhaupt ereignet. Der Rechtsextreme Anders Behring Breivik tötete damals bei einem Bombenanschlag in Oslo acht Menschen. Weitere 69 Menschen erschoss er auf der Insel Utöya, die meisten Jugendliche.

(AFP)