Um Punkt acht Uhr mussten sich die Schüler am Mittwoch zur Prüfung einfinden, 33.500 Kandidaten an den allgemein bildenden und rund 19.100 Prüflinge an den beruflichen Gymnasien. Unter fünf vorgelegten Aufgaben sollte eine ausgewählt werden. Für die Bearbeitung inklusive Einlesezeit hatten die Schüler bis 13.30 Uhr, also fünfeinhalb Stunden, Zeit. Die Aufgaben wählen die Bundesländer seit 2017 vorab aus einem gemeinsamen, bundesweiten Aufgabenpool aus. Vier von fünf Aufgaben waren an beiden Gymnasialformen identisch. 

Pflichtlektüren sind seit dem Abitur 2014: "Dantons Tod" von Georg Büchner; "Homo Faber" von Max Frisch und "Agnes" von Peter Stamm.

Als Hilfsmittel waren die unkommentierten Ausgaben der Pflichtlektüren und Nachschlagewerke zur deutschen Rechtschreibung zugelassen.

Aufgabe 1:

Interpretation einer Textstelle aus Peter Stamms „Agnes“. Daran schließt sich eine vergleichende Betrachtung von Peter Stamms Roman mit Max Frischs „Homo faber“ an. Dabei soll erörtert werden, inwieweit Agnes und Hanna als selbstbestimmt handelnde Figuren gelten können.

Aufgabe 2:

Eine vergleichende Interpretation zu den Gedichten "Alles still!" von Theodor Fontane (1819-1898) und "Winter" von Alfred Lichtenstein (1889-1914).

Aufgabe 3:

Interpretation der Erzählung "Spuk in Genf" von Erich Kästner (1899-1974).

Aufgabe 4:

Erstellung eines Essays auf der Grundlage eines vorgelegten Dossiers mit verschiedenen Texten zu dem Thema "Sprache – leicht gemacht". Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in ihrem Essay mit dem Phänomen der „Leichten Sprache“ auseinander.

Aufgabe 5 (allgemein bildende Gymnasien):

Analyse und Erörterung des Textes "Ohne Boulevardpresse ist die Demokratie in Gefahr" von Matthias Heine (veröffentlicht am 20.01. 2012 in der Online-Ausgabe der „Welt“). Die Schülerinnen und Schüler arbeiten die wesentlichen Aussagen des Textes heraus und setzen sich mit der Position des Verfassers kritisch auseinander.

Aufgabe 5 (berufliche Gymnasien):

Analyse des Textes "Low Performer. Jagd auf vermeintliche Minderleister" von Patrick Spät (in: Die Zeit 22.9.2016). Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Argumentationsstrategie des Autors, untersuchen die sprachliche Gestaltung des Textes und nehmen kritisch Stellung zur Meinung des Autors.

Der gesamte Prüfungszeitraum endet mit der Mathematikprüfung am 2. Mai 2018 an den allgemein bildenden Gymnasien. Im Jahr 2017 haben nach Angaben des Statistischen Landesamtes 97,9 Prozent der Schüler der allgemeinbildenden Gymnasien die Prüfungen bestanden. Die Durchschnittsnote aller Prüfergebnisse habe bei 2,38 (2016: 2,39) gelegen. Die Bestnote 1,0 bekamen 2,0 Prozent der Mädchen und Jungen.

 

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