Antonia Berger

Auf der Leinwand heißt sie Ida, ist mit einem sprechenden Fuchs befreundet und hat ein Talent zum Komponieren. Im echten Leben ist ihr Name Emilia Maier – doch genau wie ihre Figur im Film hat sie leuchtend rote Haare und ein aufgewecktes Grinsen im Gesicht.

Im Konstanzer Kino Cinestar war kürzlich noch einmal der zweite Teil der Verfilmung der beliebten Kinderbuch-Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ zu sehen, in Zusammenarbeit mit dem Kinderkulturzentrum der Stadt. Das Beste – die Hauptdarstellerin ist da, um nach dem Film Fragen zu beantworten!

Emilia Maier schreibt in Konstanz für ihre Fans Autogramme.
Emilia Maier schreibt in Konstanz für ihre Fans Autogramme. | Bild: Rosalie Berger

Als Emilia selbstbewusst den Kinosaal betritt, stehen viele Kinder auf und drehen sich zu ihr um. „Wie alt bist du eigentlich insgesamt?“, will ein kleiner Junge wissen. Emilia lacht. „Ich bin insgesamt 15 Jahre alt.“ Gar nicht so viel älter als ihre Fans. Als sie Autogramme gibt, reicht die Schlange bis zum Ausgang. Fast routiniert nimmt sich Emilia für jedes Kind Zeit.

Empfindet sie die Veranstaltung denn noch als etwas Besonderes? „Ich habe sowas schon öfter gemacht“, erzählt die junge Schauspielerin. „Und obwohl ich es schon häufiger gemacht habe, finde ich es trotzdem jedes Mal wieder schön zu sehen, wie sich die Kinder darüber freuen.“

Ein Hobby wie andere auch

Auf der Straße oder in der Schule wird Emilia oft von kleineren Kindern angesprochen, die sie aus dem Film erkennen. Wie ein Star fühlt sie sich trotzdem nicht. „In meiner Familie und unter Freunden wird das Thema ganz normal behandelt, so wie jeder eben seine Hobbys hat“, erklärt sie. Doch für die Kinder im Kino ist sie schon eine Prominente. Immerhin war der erste Teil von „Die Schule der magischen Tiere“ der erfolgreichste deutsche Film im Jahr 2021.

Emilia Maier bei der Premiere von „Die Schule der magischen Tiere“ mit Leonard Conrads (links) und Loris Sichrovsky.
Emilia Maier bei der Premiere von „Die Schule der magischen Tiere“ mit Leonard Conrads (links) und Loris Sichrovsky. | Bild: Tobias Hase/dpa

Hat das Leben als Kinderstar auch seine Schattenseiten? „Ich würde es jetzt nicht als Schattenseite bezeichnen“, sagt sie. „Ich lebe eben diese zwei Leben gleichzeitig. Schule, Hobbys, Freizeit – und die Schauspielerei“, erzählt Emilia. „An Wochenenden bin ich oft bei Premieren oder Castings. Nebenher die Schule nachzuarbeiten, ist stressig, aber trotzdem machbar.“ Zumal ihr Herz nicht nur für die Arbeit vor der Kamera schlägt. Nebenbei spielt sie Basketball, reitet und macht Musik.

Nachdem sich Emilia für den Film beworben hat, bekommt sie direkt die Hauptrolle, wird bei einer Agentur unter Vertrag genommen und reist durch Deutschland. „Komischerweise habe ich es von Anfang an vor meinem inneren Auge so kommen sehen, obwohl es unrealistisch war“, schwärmt sie. Der Großteil des Films wurde während der Sommerferien gedreht. „Wir hatten so viel Spaß. Alle Kinder waren zusammen im Hotel, es war wie eine riesige Klassenfahrt“, erinnert sich Emilia glückselig.

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In Zukunft könne sie sich auch vorstellen, selbst Regie zu führen. Doch nach der Schule möchte sie zunächst auf Reisen gehen – und natürlich weiter schauspielern. Für einen dritten Teil wäre sie sofort zu begeistern, denn die Rolle der Ida scheint ihr ans Herz gewachsen zu sein. „Die Stärke, die Ida im Lauf des Films entwickelt, hätte ich auch gerne in manchen Situationen“, sagt sie. „Während der Dreharbeiten habe ich ein besseres Selbstvertrauen entwickelt. Also bin ich zusammen mit ihr gewachsen.“

Wenn Emilia sich entscheiden müsste: Hätte sie lieber selbst ein magisches Tier oder Idas Talent zum Komponieren? „Ich würde das magische Tier nehmen. Denn es ist so wichtig, Begleiter zu haben, auf die Verlass ist“, antwortet sie nach kurzem Überlegen. „Singen, Harfe und Gitarre Spielen liebe ich sowieso. Auch ohne Idas Gabe kann ich weiterhin Spaß mit der Musik haben.“